Katholisch-Konservative gegen Homo-Lobbyist Rupprechter

Das katholisch-konservative Lager in Österreich ist offensichtlich äußerst leidensfähig. In der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV) vereinigen sich kleinere und größere Verbände, vom Cartellverband bis zur Österreichischen Turn- und Sportunion oder der Christlichen Lehrerschaft Österreichs. Nur dann und wann meldet man sich zu gesellschaftspolitischen Fragen zu Wort, mit der ehemaligen „Mutterpartei“ ÖVP hat man eigentlich schon lange abgeschlossen, ohne dass man dies nach außen offen kommuniziert.

Der neue Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat es als medialer Homo-Lobbyist aber nun doch geschafft, den Präsidenten der AKV und ehemaligen ÖVP-Staatssekretär Helmut Kukacka zu einer Reaktion zu bewegen. Fast vornehm bezeichnet man Rupprechters Adoptionswunsch für Homo-Partnerschaften als „weder politisch noch sachlich und ethisch überzeugend.“

Irritationen über gesellschaftspolitische ÖVP-Orientierung

Kukacka, selbst lange Zeit Abgeordneter, Landesrat und ÖVP-Generalsekretär, diagnostiziert am Beispiel von Rupprechters Homo-Lobbyismus als Resultat „weitere Irritation über die grundlegende gesellschaftspolitische Orientierung der ÖVP“. Dem stellt der AKV-Präsident das Kindeswohl in dieser Fragestellung gegenüber und tritt dafür ein, dass Kinder in einem familiären Umfeld aufwachsen sollen, wo es männliche und weibliche Eltern gibt. Es müsse ernsthaft überlegt werden, ob es fair gegenüber einem Adoptivkind ist, eine Situation zu schaffen, in der es dauerhaft mit zwei Frauen oder zwei Männern als Eltern leben muss. Vielmehr solle dem Wohl des Kindes der Vorrang eingeräumt werden gegenüber dem Recht Erwachsener auf die freie Gestaltung ihres Privatlebens. „Letztlich ist die Gemeinschaft von Mann und Frau einzigartig, denn sie allein ist es, in der neues menschliches Leben entstehen kann. In einer dauerhaften Gemeinschaft von Vater und Mutter können die Kinder die günstigsten Bedingungen für ihr Heranwachsen finden“, befindet Kukacka.

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