Österreich: Gefahr einer Immobilienblase?

Immer mehr Anleger sehen seit der Finanzkrise Immobilien als sichere Anlageform. Wohneigentum ist daher so attraktiv wie nie. Doch das birgt, so die Österreichische Nationalbank (OeNB), auch Gefahren. Eine zu intensive Nachfrage könnte den Immobilienmarkt überhitzen und eine „Immobilienblase“ verursachen. Mit verheerenden Folgen für die gesamte Wirtschaft. Die OeNB hat daher einen Preisindikator für Wohnimmobilien entwickelt, der vor möglichen Fehlentwicklungen am Markt rechtzeitig warnt.

Dieser seit Jänner 2014 veröffentlichte Indikator sieht eine durchschnittliche Überbewertung der Immobilienpreise in Wien um rund 20 Prozent. In den restlichen Bundesländern sind die Immobilien dagegen sogar leicht unterbewertet, im Durchschnitt um etwa acht Prozent. Derzeit wird die Gefahr einer Immobilienblase daher eher als gering angesehen. Erst wenn die Preise über eine längere Zeit erheblich über den fundamental gerechtfertigten Preisen liegen, kann man von einer „Blase“ sprechen.

Wiener Immobilien sind rund 20 Prozent überbewertet

Mit 20 Prozent liegt Wien in der Überbewertung ähnlich hoch wie München, Hamburg oder Frankfurt, wo die Preise ebenfalls als um etwa ein Fünftel zu hoch angesehen werden. Dennoch wird die Gefahr einer Immobilienblase auch in Deutschland von der Deutschen Bundesbank als eher gering eingeschätzt, da 2013 insgesamt nur geringfügig mehr für Immobilienkredite ausgegeben würden als 2010. Die Eigenkapitalquote von 30 bis 40 Prozent beim Kauf sei im internationalen Vergleich hoch.

Doch nicht nur die Spitzenlagen in Wien sind kräftig teurer geworden, auch die früher weniger attraktiven Wohnlagen wie Favoriten oder Donaustadt haben kräftig zugelegt. Vergleiche lohnen sich also. Für den österreichischen Immobilienmarkt empfiehlt es sich zum Beispiel, bei ImmobilienScout24.at vorbeizuschauen.


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