Israels Kommunikationsminister macht Schluss mit gebührenfinanziertem Staatsrundfunk

Der ORF verliert seinen Schwestersender in Israel. Gilad Erdan, israelischer Kommunikationsminister und engster Vertrauter des konservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, hat angekündigt, dass der bisherige israelische Staatsrundfunk mit 31. März 2015 aufgelöst wird. Bisher finanzierten die israelischen Staatsbürger mit ihren hohen Rundfunkgebühren drei TV- und sieben Radiosender.

In den letzten Jahren war der israelische Staatsrundfunk, ähnlich wie der ORF, immer mehr zum Spielball parteipolitischer Netzwerke und der überbezahlten Rundfunkangestellten geworden. Diese lähmten mit Warnstreiks immer wieder den Sendebetrieb und erpressten Regierung und Rundfunkgebührenzahler mit ihren Forderungen nach immer höheren Gehältern.

Neuer Staatsrundfunk ohne Gebühren soll kommen

Netanjahu und sein Kommunikationsminister Erdan basteln nun an einem neuen Staatsrundfunk ohne Rundfunkgebührenbelastung für die Israelis. Bisher waren 2.000 Mitarbeiter beim Staatssender tätig. Mit diesen möchte Erdan nun eine Abfindung aushandeln. Klar ist nur: Ein Großteil von ihnen wird in der neuen Rundfunkanstalt keine Beschäftigung mehr finden.

Vorbild für diese radikale Lösung ist offensichtlich Griechenland, das im Frühjahr 2013 ebenfalls den Staatsrundfunk aufgelöst hatte und durch eine schlankere Organisationsform ersetzen wollte.

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