Köpferollen an der Spitze der Kärntner ÖVP

Zu einem breit angelegten Köpferollen ist es an der Spitze der Kärntner ÖVP gekommen. Nach heftiger Kritik von Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher, der gleichzeitig auch Landesobmann des ÖVP-Wirtschaftsbundes ist, traten sowohl ÖVP-Landesparteiobmann Gabriel Obernosterer als auch der bisherige Landesrat für Wirtschaft, Landwirtschaft und Kultur, Wolfgang Waldner von ihren Positionen zurück. Pacher hatte in einem Zeitungsinterview den Rückzug Waldners verlangt, weil dieser in seiner Funktion zu wenig präsent und die Volkspartei in den Umfragen nach unten gegangen sei. Den beiden soll nun Christian Benger folgen, der sowohl Obmann als auch Landesrat werden soll.

Die ÖVP, die nach den Kärntner Landtagswahlen vor rund einem Jahr in eine Linkskoalition mit der SPÖ und den Grünen eingetreten war, kam seit dieser Entscheidung nicht mehr vom Fleck. Weder der in Wien weilende Nationalratsabgeordnete Obernosterer noch der aus Wien nach Kärnten geschickte Diplomat Wolfgang Waldner konnten die verunsicherte Parteibasis beruhigen. Zudem schwelt seit einiger Zeit auch im ÖVP-Seniorenbund ein Konflikt rund um Obernosterer und einen von ihm installierten Gefolgsmann.

Benger soll Karren aus dem Dreck ziehen

Der gebürtige Vorarlberger Christian Benger, der aus dem Bauernbund kommt, soll nun den verfahrenen Karren der Kärntner Schwarzen aus dem Dreck ziehen. Wenn die Parteibasis allerdings einen Kurswechsel erwartet – weg von der rot-grün-schwarzen Koalition -, dann ist sie bei Benger wohl an der falschen Adresse. Dieser möchte die Linkskoalition unter Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) auch weiterhin unterstützen, denn: „Große Ziele erreicht man nur gemeinsam.“

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