Italienische Banken sitzen auf mehr als 160 Milliarden Euro an faulen Krediten

Italiens Finanzwirtschaft ist von der nächsten Bankenkrise bedroht. Im Zuge der Vorbereitungen für den „Banken-Stresstest“ durch die Europäische Zentralbank (EZB) sind nicht weniger als 160,4 Milliarden Euro an „faulen Krediten“ festgestellt worden. Die jahrelange Rezession hat sowohl Unternehmer als auch Privatpersonen in eine Schuldenfalle gelockt, aus der sie nicht mehr herauskommen. Dazu kommen riskante Spekulationsgeschäfte und verlustreiche Auslandsinvestments vieler italienischer Banken, die das Risiko weiter potenziert haben.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Bestand an faulen Krediten um nicht weniger als 24,5 Prozent gestiegen. Aktuell ist man von einer unmittelbaren Finanzlücke von rund 20 Milliarden Euro betroffen, die in Zukunft weiter steigen könnte. Die bis vor wenigen Wochen bestehende Linksregierung unter Enrico Letta konnte hier keine Trendwende herbeiführen.

Italiens Banken denken über Mega-Badbank nach

Konfrontiert mit diesen schlechten Aussichten, denkt der italienische Bankensektor nun über eine Mega-Bad-Bank nach. Die großen Bankhäuser Italiens, die in der Vergangenheit bereits rund 76 Milliarden Euro abgeschrieben haben, wollen in einer solchen Bad Bank alle risikoreichen Veranlagungen und Kredite zwischenparken. Gelingt dies nicht, könnte es bald zu einer Reihe von Bank-Insolvenzen kommen, die den Finanzplatz Italien weiter nach unten ziehen könnten.

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