Das Terrornetzwerk Al-Kaida will über das Internet neue Mitglieder anwerben

Das Terrornetzwerk Al-Kaida versucht nach internen Streitigkeiten und fehlgeschlagenen Terroranschlägen sein „Image“ zu verbessern, um Mitglieder in aller Welt zu rekrutieren. Wie nun bekannt wurde, plant man deshalb in der Medien-Abteilung al-Sahab ein eigenes, in der „Feindsprache“ Englisch gehaltenes Onlinemagazin zu lancieren. Die bevorstehende Erstpublikation des Magazins mit dem Namen Resurgence (dt.: Wiederaufleben) war makabererweise genau zum 10. Jahrestag der Terroranschläge auf Vorortzüge im spanischen Madrid angekündigt.

Bereits im Jahr 2010 gab es ein ähnliches Onlinemagazin namens Inspire, in welchem angehende Terroristen Anleitungen zum Bombenbau oder Vorschläge für andere terroristische Akte vorfanden. Auch wurden immer wieder hohe politische Vertreter der arabischen Halbinsel von Al-Kaida in diesem Magazin interviewt. Inspire wurde jedoch eingestellt, als dessen Bertreiber ums Leben kam.

Jeder darf nun im Namen Al-Kaidas Terror begehen

Ein weiterer Hintergrund der Lancierung des englischsprachigen Magazins ist der „individuelle Dschihad“. Jeder potentielle Terrorist soll in seinem Heimatland durch Instruktionen des Magazins fähig sein, Terror im Namen der Al-Kaida zu verbreiten, auch wenn gar kein direkter Kontakt mit der Terrororganisation besteht. Deshalb werden die Hassbotschaften mittlerweile auch in nicht-arabischen Sprachen verbreitet, etwa in Französisch oder Suaheli. Osama bin Laden selbst habe gesagt, dass für Al-Kaida ein Radiosender wichtiger sei als eine Atombombe. Nun handelt es sich eben um ein Internetmedium und keinen Radiosender mehr.

Für die Terrororganisation, die darunter leidet, dass ihr schon lange kein spektakulärer Anschlag im Westen mehr geglückt ist, bietet sich durch die selbst rekrutierten Attentäter im Westen eine größere Erfolgsaussicht als durch monatelange Ausbildungen in Terrorcamps.

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