Ukrainischer Innenminister will russische Bevölkerung entwaffnen

Man kennt die Bilder aus der „postrevolutionären Phase“ des sogenannten Arabischen Frühlings. Durch den hohen Bewaffnungsgrad der Bevölkerung kommt es zu Chaos und Kriminalität. Nun möchte der neue ukrainische Innenminister Arsen Awakow die Waffen offiziell einsammeln. Neben der regulären ukrainischen Armee sollen aber auch Mitglieder der sogenannten „Nationalgarde“, einer bewaffneten Formation der aktuellen, durch den Umsturz zustande gekommenen Regierung von Arseni Jazenjuk in Kiew weiterhin Waffen tragen dürfen. Die Aufstellung dieser umstrittenen Nationalgarde wurde von Kiew erst vor wenigen Tagen beschlossen. Sie soll aus Freiwilligen der sogenannten Selbstverteidigungstrruppen vom Maidan-Platz bestehen, „die Grenzen verteidigen und Terrorgruppen ausschalten„.

Mit dieser Maßnahme möchte man vor allem die russische Bevölkerung in der Ostukraine unter Kontrolle halten. Man befürchtet, dass nach dem erfolgreichen Referendum auf der Krim auch dort die „Los von Kiew-Bewegung“ erstarken wird. Um eine ähnliche Entwicklung wie die auf der Halbinsel Krim zu verhindern, versucht die Kiewer Regierung nun, die russische Bevölkerung soweit wie möglich zu entwaffnen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte jüngst in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert, dass die Kiewer Regierung in der Ostukraine „radikale Kräfte“ gewähren lasse.

Awakow fürchtet um Abspaltung seiner Heimat Charkow

Der ukrainische Innenminister verfolgt dabei auch persönliche Ziele. Er stammt selbst aus Charkow, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, die allerdings mehrheitlich von Russen bewohnt wird. Dort war Awakow zuerst für Viktor Juschtschenko und dann für Julia Timoschenko als politischer Statthalter tätig. Der Einfluss der Kiewer Regierung in diesen Gebieten ist jedoch zurzeit alles andere als gesichert.

Mittlerweile sollen neben der ukrainischen Armee und der Nationalgarde auch rund 300 US-Söldner, die bereits im Irak und in Afghanistan eingesetzt worden sein sollen, in Richtung Charkow in Marsch gesetzt worden sein. Diesen ausländischen Söldnern messen Bebachter auch eine unrühmliche Schlüsselrolle bei den Todesschüssen am Kiewer Maidan-Platz zu.

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