Wie teuer müssen Produkte tatsächlich sein?

Immer wieder wird in Horror-Meldungen berichtet, warum aufgrund von Inflation, Nahrungsmittelknappheit, Ernteausfällen etc. die Preise für Lebensmittel steigen. Brot, Milch, Fleisch, Gemüse oder Obst werden stets teurer – wenn auch schleichend.

Dem gegenüber steht eine Preisschlacht der Supermärkte und Diskonter. Laufend gibt es sogenannte „1+1-Aktionen“, sprich: Kaufe zwei Produkte, zahle aber nur eines. Aber auch Vergünstigungen bis zu 50 Prozent gibt es auf Fleisch und andere Lebensmittel. Wer an den richtigen Tagen einkauft, kann sich auf das gesamte Einkaufssortiment bis zu 10 Prozent ersparen. Wobei je nach Handelskette diverse Angebote, etwa Eigenmarken, ausgenommen sein könnten. Gelockt wird auch mit „Rabatt-Marken“. Wer also viel einkauft, sammelt Punkte. Hat man genug, kann man bei einem einmaligem Einkauf bis zu 20 Prozent sparen.

Handelsketten profitieren von Preisschlachten

Verfolgt man die Medienmeldungen, wird dem Leser transportiert, dass die Handelsketten mit ihren Preisaktionen sogar Gewinne in Millionenhöhe machen, die sie offenbar mit den handelsüblichen Preisen nie einfahren würden.

Die Kronen Zeitung berichtete am 15. März 2014 über einen weiteren Aspekt. Die Plattform meinKauf hat eine Großfamilie beauftragt, ein Jahr lang beim Wocheneinkauf darauf zu achten, Waren einzukaufen, die in Inseraten der Handelsketten mit Vergünstigungen beworben werden. Die Ersparnis brachte laut Kronen Zeitung 2.375 Euro auf das Jahr. Blätterte man einige Seiten weiter, so fand man einen Jubelbericht der Handelsketten über ihre Preisaktionen.

Da muss die Frage erlaubt sein: Wenn sowohl Handelsketten als auch Kunden von billigeren Waren profitieren, warum werden sie zumeist teurer angeboten als notwendig? Wie teuer müssen Produkte im Endeffekt wirklich sein – wenn man mit Rabatten mehr Gewinn macht?

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