Vizepräsidentin der EU-Investitionsbank unter schwerem Korruptionsverdacht

Ein Mega-Korruptionsskandal erschüttert nun indirekt die Europäische Investitionsbank (EIB). Die Vizepräsidentin dieser Bank, Magdalena Alvarez, steht unter schwerem Korruptionsverdacht. Die Sozialistin Alvarez soll in ihrer früheren Funktion als Ministerin für öffentliche Bauarbeiten in der spanischen Provinz Andalusien aus einem Regionalfonds rund 30 Millionen Euro illegal an parteinahe Firmennetzwerke umgeleitet haben. Insgesamt sollen aus diesem Regionalfonds in den Jahren 2001 bis 2010 nicht weniger als 140 Millionen Euro missbräuchlich ausbezahlt worden sein, wie die spanische Tageszeitung El País berichtet.

Die spanischen Sozialisten regieren seit dem Ende des Franco-Regimes in Andalusien und haben hier unter Duldung der oppositionellen Christdemokraten ein System der Korruption und Parteibuchwirtschaft etabliert. Alvarez soll als rote Wirtschafts- und Finanzministerin in den Jahren 1994 bis 2004 den Grundstein für dieses System gelegt haben. Bis 2009 war sie dann Bautenministerin in ihrer Heimatprovinz.

Alvarez sitzt gemeinsam mit ÖVPler Wilhelm Molterer in der EIB

Nach den EU-Wahlen 2009 zog Alvarez ins Europa-Parlament für die spanischen Sozialisten ein. Ein Jahr später wurde Alvarez nach der EU-Farbenlehre als eine der Vizepräsidenten in die EIB gehievt. In der EIB sitzt auch der ehemalige ÖVP-Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer, der 2011 durch seinen Nachfolger Josef Pröll auf diesen Versorgungsposten „entsorgt“ wurde. Dort sitzt er als christdemokratischer „Quasi-Lobbyist“ seine restlichen Jahre als Nutznießer des EU-Systems ab.

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