Kommunalwahlen in Frankreich: Front National legt stark zu

In wenigen Monaten finden die EU-Wahlen statt und die politischen Eliten haben gute Gründe, sich zu fürchten. Sie drohen abgewählt zu werden. In Österreich etwa gibt es einen Dreikampf um den ersten Platz zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ. Je nach Umfragen haben die drei Parteien Werte zwischen 20 und 23 Prozent. Trotz Schmutzkübelkampagne der “politisch Korrekten” legen die Freiheitlichen weiter zu.

Bei der EU-Wahl stark zulegen dürfte auch eine verbündete Partei der FPÖ, Frankreichs Front National (FN). Und es könnte ein ordentliches Erdbeben geben, wenn man sich die aktuellen Ergebnisse der Kommunalwahlen in Frankreich ansieht. Der Front National hat zahlreiche beachtliche Erfolge erzielen können. In vielen Städten ist der FN stimmenstärkste Kraft geworden. In der nordostfranzösischen Stadt Hénin-Beaumont etwa verpasste FN-Kandidat Steeve Briois im ersten Durchgang mit 49,4 Prozent der Stimmen nur knapp die absolute Mehrheit.

“Franzosen haben sich ihre Freiheit wieder geholt”

In der südfranzösischen Stadt Avignon landete der FN-Kandidat Philippe Lottiaux mit 29,4 Prozent der Stimmen an der Spitze. In der ebenfalls in Südfrankreich gelegenen Stadt Fréjus erreichte der FN-Kandidat David Rachline sogar 40,2 Prozent. Die meisten Wählerstimmen konnte auch in Perpignan der FN-Kandidat auf sich vereinen, Louis Aliot kam dort auf 34,4 Prozent. Parteichefin Marine Le Pen sprach von einem “außerordentlichen” Stimmenzuwachs für den Front National. “Die Franzosen habe sich ihre Freiheit wiedergeholt”, betonte sie.

Nächsten Sonntag zweiter Wahlgang

Um in den Städten auch tatsächlich den Bürgermeister zu stellen, müssen die Kandidaten, die im ersten Wahlgang mindestens 10 aber weniger als 50 Prozent erreichen, sich in einer zweiten Runde kommenden Sonntag durchsetzen. Die linken Parteien sind hochnervös. Die Sprecherin der sozialistischen Regierung, Najat Vallaud-Belkacem, meinte, ihre Partei werde “alles tun”, um zu verhindern, dass ein FN-Kandidat ein Rathaus gewinne. Der FN könnte nächsten Sonntag 10 bis 15 Bürgermeisterposten erringen. Genug Warnungen jedenfalls für die Linken, dass der FN auch bei der EU-Wahl stark zulegen dürfte.

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