Sozialisten ziehen Kandidaten zurück, um Front National zu schwächen

Nach dem erfolgreichen Abschneiden des französischen Front National bei den Kommunalwahlen, fürchten die regierenden Sozialisten nun für heute im zweiten Wahlgang eine noch größere Schlappe. Deshalb zog die sozialistische Partei nun einige ihrer Kandidaten zurück, um dem Front National unter Marine Le Pen möglichst umfassend zu schaden. Diese Methode ist in Frankreich durchaus des Öfteren gelebte politische Praxis. Schon beim Präsidentschaftswahlkampf von Jacques Chirac im Jahr 2002 gegen Jean-Marie Le Pen wurde diese Methode angewandt, um ein erfolgreiches Abschneiden des Front National zu verhindern.

Sozialisten wollen mit Kommunisten und Grünen paktieren

Angesichts des aussichtslosen Wahlkampfes der Sozialisten (PS) und deren Unbeliebtheit in der Bevölkerung will man nun mit Kommunisten und Grünen gemeinsame Verbindungen eingehen. Diese seien bereits früher besprochen worden. In Gemeinden, in denen man unter die 10 Prozent-Marke fiel und eine „Gefahr“ für einen Erfolg des FN sehe, sollen die Kandidaten zurückgezogen werden, wie PS-Parteichef Harlem Désir verlautbarte. Sogar zugunsten der bürgerlichen UMP will man in einigen Fällen zurückziehen. Auch innerparteiliche Beobachter sehen die Sozialisten vor dem politischen Bankrott. Schon bald nach den Kommunalwahlen, so heißt es, werde Präsident Hollande seine Regierung umbilden müssen. Möglicherweise wird das seine letzte Chance für das politische Überleben sein.

Obwohl der FN nur in relativ wenigen Gemeinden zur Wahl angetreten ist, kann die Partei bereits jetzt die Kommunalwahlen als ihren Erfolg verbuchen. Marine Le Pen, Chefin des Front National, sprach angesichts der Wahlerfolge von einer „Rückeroberung der Freiheit durch das französische Volk“.

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