ORF-Publikumsrat: Faymann ignoriert 1,1 Millionen Schüler in Österreich

Wenn es um die Einforderung demokratischer Standards im Ausland geht, steht Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gerne in der ersten Reihe, um moralisch Position zu beziehen. Im eigenen Land aber schert sich Faymann offenbar wenig um die Einhaltung dieser Werte. Damit sorgt der Kanzler im Moment für gehörigen Wirbel bei der Besetzung des ORF-Publikumsrates, wo normalerweise Vertreter repräsentativer Gruppen entsandt werden.

Kürzlich wurde nun öffentlich, wer in den Publikumsrat ziehen wird. Und da gab es eine handfeste Überraschung: Faymann schickt in dieses ORF-Gremium nicht den Vertreter von 1,1 Millionen Schülern in Österreich, sondern die Vertreterin der roten Fraktion der Bundesschülervertretung, Claudia Satler, deren linke Aktion kritischer Schüler (AKS) über nicht einmal über fünf Prozent der Mandate in der Bundesvertetung verfügt.

Nominierung für Schüler unmöglich nachvollziehbar

„Diese Nominierung ist für die Schüler unmöglich nachvollziehbar“, meint Thomas Gaar, Bundesobmann der ÖVP-nahen Schülerunion. Er hat sich als Vertreter der stimmenstärksten Organisation um diese Position beworben, „aber bereits zum zweiten Mal nach 2010 wird hier keine Rücksicht auf die demokratische Mitsprache der Schüler genommen“. Claudia Satler, von Faymann protegiert, ist Vorsitzende der roten AKS – das sind die Schülervertreter, denen Faymann einst selbst angehörte und als deren Mandatar er in schwere Konflikte mit Lehrern geriet.

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