Briten können sich zukünftig Privatpensionen im Voraus auszahlen lassen

Einen radikalen Schnitt setzte die aus Konservativen und Liberalen gebildeten britischen Regierung unter Ministerpräsident David Cameron in Sachen Altersvorsorge. Bisher hatte ein großer Teil der britischen Bevölkerung über private Pensionsversicherer eine Altersvorsorge angespart. Eine Einmalauszahlung der bis zum Pensionsantritt angesparten Gelder war bislang mit hohen Steuern belegt und daher faktisch unmöglich. Nun änderte die britische Regierung ihren Kurs in Sachen Altersvorsorge radikal. Jeder Brite, kann zukünftig mit Pensionsantritt eine Einmalauszahlung bei seinem Pensionsversicherer beantragen. Die bisher hohen Steuern fallen weg. Dies führt nun dazu, dass viele Briten aus ihren Pensionsversicherungsverträgen „flüchten“ können und sich die angesparten Beträge mit Pensionsantritt sofort auszahlen lassen, um das Geld in andere Veranlagungsformen zu investieren.

 Die Versicherungswirtschaft stöhnt nun unter den Folgen. Immerhin 20 Prozent ihres Gesamtveranlagungsvolumens kamen bisher aus diesem Bereich. Die Profitmargen der Versicherungsanstalten sollen bei diesen Veranlagungsformen in der Vergangenheit immerhin zwischen 8,4 und 15,4 Prozent jährlich gelegen sein.

Lebensversicherern wurde Teil ihres Geschäftes weggenommen

Mit dieser neuen Rechtslage wurde den britischen Lebensversicherern nun ein wesentlicher Teil ihres Geschäftes weggenommen. Experten rechnen, dass bis zu 90 Prozent der Pensionisten aus den Verträgen aussteigen werden.  Aufgrund der Inflationsentwicklung und er geringen Zinsen der in Staatsanleihen angelegten Pensionsversicherungsbeiträge waren die Beträge der ausgezahlten Altersvorsorge ohnehin gering und damit ein Verlustgeschäft. 

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