Schwarzer Kniefall vor Homo-Lobby?

Das jüngste Ö1-Interview von Familienministerin Sophie Karmasin war sicherlich Musik in den Ohren von SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Denn Karmasin sprach sich vehement für stärkere Rechte von Homosexuellen aus. So etwa sollen Homosexuelle künftig auch am Standesamt eine Partnerschaft eingehen können. Weiters befürwortet sie, dass Homosexuelle einen gemeinsamen Familiennamen haben dürfen. Außerdem sollen Homo-Paare Anspruch auf Karenz stellen dürfen, wenn sie ein Pflegekind betreuen. Sie kündigte auch einen Runden Tisch mit Vertretern der Schwulen- und Lesben-Community an.

SPÖ zeigt sich erfreut

Heinisch-Hosek zeigte sich Tags darauf begeistert darüber, dass sich Karmasin für weitere Schritte in der Gleichstellung ausgesprochen habe, und sprach von einem „wichtigen Zeichen der Anerkennung“ von – wie sie es nannte – „Regenbogenfamilien“. Außerdem sollte endlich die Öffnung der Standesämter in ganz Österreich für Verpartnerungen stattfinden. Wien sei hier ja bereits Vorreiterin, so die Frauenministerin.

Im Sinne des Lückenschlusses bei der Gleichstellung will Heinisch-Hosek auch die Fremdkindadoption zulassen und – entsprechend der Empfehlung der Bioethik-Kommission – auch die Öffnung der Fortpflanzungsmedizin für alleinstehende und lesbische Frauen ermöglichen. „Regenbogenfamilien sind eine Realität in Österreich, und das ist gut so. Sie gilt es anzuerkennen und zu unterstützen“, forderte sie.

FPÖ: ÖVP soll Karmasin zurückpfeifen!

Die freiheitliche Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller zeigte sich hingegen entsetzt und betonte: „Nach ÖVP-Minister Rupprechter ist Karmasin nun die nächste, die nach der Pfeife der Lesben- und Schwulen-Lobby tanzt.“ Kitzmüller befürchtet außerdem, dass Karmasin die Homo-Ehe durch die Hintertür einführen wolle. „Die ÖVP offenbart damit einmal mehr, wie wenig ihr am traditionellen Familienbild zwischen Mann und Frau liegt. Spindelegger wäre gut beraten, seine parteifreie Ministerin, zurückzupfeifen“, forderte sie.

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