Auch die Grünen haben einen „Freund“ beim ORF

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass vor allem die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP engste Kontakte zu ORF-Journalisten pflegen. Auch die Grünen haben bereits wichtige Positionen in der größten Medienorgel Österreichs mit „ihren Leuten“ besetzt. Jetzt geht einer davon zurück „zur Familie“: Die Grünen gaben bekannt, dass der Ex-Ö3-Moderator Stephan Gustav Götz (35) ins Kommunikationsteam für EU- und Landtagswahlen wechselt. Intensiviert werde auch die Zusammenarbeit mit Johanna Stögmmüller (30) von Monopol Medien.

Ein Satz in dieser Presseaussendung vom 22. März macht aber stutzig: „Laut Partei-Kommunikationschef Martin Radjaby-Rasset haben die Grünen bereits in der Vergangenheit mit beiden zusammengearbeitet.“ Demnach hat Herr Götz, der eigentlich ein unabhängiger Journalist beim ORF sein sollte, schon länger mit den Grünen zusammengearbeitet? Diese Dinge erfährt die Öffentlichkeit meistens erst dann, wenn die Journalisten beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufhören und in die jeweiligen Parteizentralen wechseln.

Viele „unabhängige“ Journalisten landen bei Parteien

Stephan Gustav Götz ist ja nicht der Erste, der das tut. Vor ihm tauschten schon Ursula Stenzel (ÖVP), Josef Broukal (SPÖ) oder Gertrude Aubauer (ÖVP) den Moderatorenjob gegen eine Parteikarriere. Zuletzt outete sich Eugen Freund, der beim ORF in Pension geschickt wurde, als Sympathisant der Roten. Er geht für die SPÖ in den Europawahlkampf. Sehr selten aber haben Journalisten ein wirklich erfolgreiches Leben als Politiker gehabt. Sie dienen den Parteien lediglich als kurzfristige Effekthascherei. Leute, die man vom Fernsehen kennt, sorgen für Aufmerksamkeit, mehr als die EU-Abgeordneten, die oft sowieso keiner kennt.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link