Goldman-Sachs-Banker nehmen Argentinien an die ökonomische Leine

Die US-Investmentbank Goldman Sachs steht kurz davor, Argentinien an die ökonomische Leine zu bekommen. Rund eine Milliarde Euro als „Blitzkredit“ sollen die Banker von Goldman Sachs an die argentinische Regierung als Kredit geben. Das ist ein gutes Geschäft für die US-Investmentbank, denn sie erhält dafür von der Regierung in Buenos Aires ungerechnet 6,5 Prozent an Zinsen, gleichzeitig kostet dieser Kredit die Banker von Goldmann Sachs Null Prozent bei der US-Notenbank Federal Reserve Bank.

Aber nicht nur gute Zinsen von ungerechnet 65 Millionen Euro jährlich verdient Goldman Sachs mit den Argentiniern in den nächsten Jahren, es wird auch noch Sicherheiten für diesen Kredit geben, die das südamerikanische Land an die US-Bank verpfänden muss.

Goldman-Sachs nutzt Argentiniens marode Finanzlage aus

Die US-Investmentbanker sind aber keineswegs Wohltäter gegenüber Südamerika und den einzelnen dort befindlichen Staaten, sondern beinharte Geschäftsmänner. Argentinien ist seit Jahren von den internationalen Kapitalmärkten abgeschnitten und braucht dringend frisches Geld, um seine Devisenreserven aufzufüllen. Nur so kann die argentinische Landeswährung Peso saniert werden. Gleichzeitig drängen internationale Schuldner auf eine Bedienung bisher gegebener Darlehen. Aktuell sind etwa zehn Milliarden Dollar an zurückzuzahlenden Darlehen offen, die von den Gläubigern eingefordert werden.

Entsprechende Verhandlungen über die Abwicklung dieser Schulden sollen am 26. Mai 2014 beginnen. Deshalb ist Goldman Sachs in der Lage seine Kreditbedingungen inklusive Zinshöhe so stark gegenüber Buenos Aires zu diktieren.

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