Causa Nitsch: Finanz hat sich Pfandrecht gesichert

Vorm Schloss Prinzendorf, einem der Wohnsitze des umstrittenen Schüttkünstlers Hermann Nitsch, dürfte nun der Kuckuck rufen. Aktuellen Medienberichten zufolge soll sich die Finanz auf das Schloss und weitere Grundstücke und Immobilien des „Künstlers“ ein Pfandrecht vorgemerkt haben. Es geht angeblich schon um Steuerhinterziehung in der Höhe von mehr als drei Millionen Euro, die durch Schwarzverkäufe zusammen gekommen seien. In Verdacht steht Rita Nitsch, die Ehefrau des 75-Jährigen, die die Bilder unversteuert verkauft haben soll. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ermittelt. Vor ca. zwei Wochen fand eine groß angelegte Razzia der Steuerfahndung statt, die zahlreiche Unterlagen des Künstlers beschlagnahmt hat. Die drei Millionen Euro sollen zwar nur eine Schätzung des Schadens sein. Doch selbst in den Medien wird an der Seriosität der Zahlen kaum noch gezweifelt. Die Unterlagen werden noch ausgewertet.

Detektiv wurde Nitsch zum Verhängnis

Ins Rollen kam die Causa durch Privatdetektiv Dietmar Guggenbichler, der engagiert wurde, um einen Einbruch im Schloss Prinzendorf aufzuklären. Guggenbichler bekam im Zuge seiner Recherchen immer stärkere Zweifel an den ihm von den Nitschs geschilderten Informationen zum Einbruch. Er hat mittlerweile seinen Anwalt beauftragt, auf Schadenersatz zu klagen. Für Guggenbichler steht fest, dass Rita Nitsch über die Causa mehr weiß, als sie bis dato bekannt gab. Rita Nitsch sei für die Schwarzverkäufe hauptverantwortlich. Ob ihr Ehemann davon etwas gewusst hat, ist für den Detektiv fraglich. Gegenüber FPÖ-TV meinte Guggenbichler: „Es ist schade, dass er zum Handkuss kommt. Er ist in diesem Fall nicht verdächtig; er kann sich nicht einmal alleine die Hosen anziehen.“ Rita Nitsch bestreitet weiterhin sämtliche Vorwürfe. Auch Hermann Nitsch ging in die Offensive und spricht von gemeinen Anschuldigungen.

Er wertet die Steueraffäre gegen ihn als „Aufflammen alter Feindschaften“. Nitsch kündigte an, Guggenbichler verklagen zu wollen. Auch die FPÖ kritisierte er, weil sie Filmaufnahmen von der Razzia veröffentlicht habe.

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