77.000-Euro-Dinner von Vassilakou nur Spitze des Eisbergs

Im Wiener Rathaus könnten bald griechische Verhältnisse herrschen, wenn Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) so weiter macht wie bisher. Der jüngste Skandal der Geldverschwendung für den „Kongress der Fußverkehrsförderung“, bei dem ein Dinner laut Kronen Zeitung 77.000 Euro kosten soll, ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Seit Rot-Grün die Stadtpolitik gestaltet, werden die Steuerzahler über Gebühr belastet. Plötzlich scheint Geld für alles da zu sein – trotz Rekordverschuldung, Rekordarbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise.

Seit die Grünen 2010 im Wiener Rathaus mitregierten, bekam das Geldausgeben eine neue Bedeutung. Neben einem Schulschwänz-Beauftragten und einem Radfahrbeauftragten musste nun auch ein Fußgängerbeauftragter her – koste es, was es wolle! Darüber witzelte jetzt sogar ein Rathaus-Insider, der in der Kronen Zeitung vorschlug, dass Vassilakou vielleicht auch noch einen Schanigarten-Tischdecken-Beauftragten einstellen solle. Als Koalitionspartner der SPÖ-Regierung musste auch ein eigenes Fest her. Vassilakou und Co. erfanden sohin die Wienwoche, die rund 450.000 Euro verschlingt und bei der unter anderem eine Petition für „Recht auf Marmelade“ gestartet wurde. Schließlich spielte Geld bei der Befragung zur Mariahilfer Straße anscheinend überhaupt keine Rolle: So verprasste die „Austro-Griechin“ für ihr Prestigeprojekt, von dem ihr politisches Überleben abhing, sage und schreibe 1,4 Millionen Euro.

Grüne sollen Kosten selbst übernehmen

Für die Kosten, die Vassilakou in regelmäßigen Abständen verursacht, müssen freilich die Wiener Steuerzahler aufkommen. Das ärgert FPÖ-Verkehrssprecher Anton Mahdalik: „Die Grünen sollen die Kosten für ihre Jubelveranstaltung selbst übernehmen, aber nicht die Steuerzahler belasten.“ Mahdalik reagierte damit auf den Krone-Bericht über den 1,2 Millionen Euro teuren „Kongress zur Fußverkehrsförderung“ im Jahr 2015. Für Aufregung sorgte die Nachricht, dass für die Teilnehmer dieses Treffens ein Gala-Dinner um 77.000 Euro stattfinden soll: 57.000 Euro für Essen und Getränke, 20.000 Euro allein für die Miete der „Location“. Vassilakou wollte die unbegreiflich hohen Ausgaben relativieren, indem sie via Medien ankündigte, dafür auch Sponsoren zu suchen. Außerdem würde diese Veranstaltung für „Umwegrentabilität“ sorgen. Also die Hoffnung, dass die Kosten für ihre Veranstaltungen andere Kosten schon irgendwie rentabel machen würden. So kann man jedes teure, durch Steuergeld finanziertes Event schönreden. Und ob überhaupt ein Sponsor gefunden wird, steht in den Sternen.

Kongress in München um 500.000 Euro günstiger

Dem Wiener FPÖ-Verkehrssprecher Anton Mahdalik ist bei der Rechnung von Vassilakou für ihre Jubelveranstaltung noch was aufgefallen: Dieser Kongress soll in München, wo die Preise weit höher sind als in Wien, um 500.000 Euro günstiger über die Bühne gegangen sein. Mahdalik: „Kein Wunder. In Wien kostet ja allein Konzeption und Programm 220.000 Euro.“

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