Transnistrischer Präsident Schewtschuk sagt Moldawien ade

Nicht nur an der Süd- und Ostgrenze der Ukraine kommt Bewegung in die bisher gültigen Grenzen und Staatsgebilde. Nun lässt auch das westlich der Ukraine gelegene Land Transnistrien in Sachen Eigenstaatlichkeit aufhorchen. Transnistriens Präsident Jewgeni Schewtschuk teilte in einer Ansprache in der Stadt Tiraspol mit, dass sein Land nun die endgültige Trennung von Moldawien vollziehen werde. Bereits im Jahr 2006 führte Tiraspol eine Volksabstimmung durch, bei der sich nicht weniger als 97 Prozent der Teilnehmer für die Eingliederung der Republik in das Staatsgebiet Russlands ausgesprochen hatten.

Bereits 1990/1992 kam es zu einer faktischen Separation Transnistriens von Moldawien. Seitdem gibt es laufende Spannungen mit dem ehemaligen „Mutterland“ und dem Nachbarn Ukraine. Der 2011 mit 73,9 Prozent gewählte Präsident Schewtschuk möchte nun vor dem Hintergrund der Auflösungtendenzen des ukrainischen Nachbarstaates die staatliche Abnabelung von Moldawien finalisieren. Als Vorbild sieht er die Geschichte der Slowakei, Tschechiens, Norwegens oder Schwedens.

Schewtschuk fordert Moldawier zur Staatstrennung auf

Schewtschuk, selbst russischer Staatsbürger, fordert die moldawische Führung in Chisinau nun sogar mit einem Zitat der ehemaligen First Lady der Vereinigten Staaten, Anna Eleanor Roosevelt, auf, den Transnistriern die Unabhängigkeit und damit einen gemeinsamen Weg mit Russland zu gewähren:

Ich schlage den moldauischen Politikern vor, einen friedlichen, mutigen und verantwortungsvollen Schritt zu tun und mit der Erörterung von Fragen der juristischen Ausfertigung des faktischen Standes der Dinge zu beginnen. Ich bin überzeugt – das wird sehr viel mehr Stabilität bringen, und das Konfliktpotential wird minimiert werden.

Ich will die Worte von Eleanor Roosevelt anführen: „Die Zukunft gehört jenen, die an die Schönheit ihres Traumes glauben.“ Unser Traum – das ist ein prosperierendes, unabhängiges Transnistrien zusammen mit Russland.

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