Fernsehsender N24 geht gegen AfD gerichtlich vor

Weitere Auseinandersetzungen gibt es zwischen der EU-kritischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) und dem Fernsehsender N24. Einmal mehr geht es um die Sendung „Studio Friedman“ vom 27. Februar 2014. Damals hatte der Fernsehmoderator Michel Friedmann AfD-Chef Bernd Lucke mit unwahren Zitaten einer EU-Kandidatin der AfD konfrontiert. Im Zuge der äußerst unfair und polemisch geführten Studiodiskussion verließ Lucke sogar die Sendung, da er sich die verhaltensauffällige Moderation von Friedman nicht bieten lassen wollte.

Anschließend brachten Lucke und seine Parteifreunde Klage gegen den Fernsehsender N24 ein. Nun führt dieser „Gegenklage“ und hat gegen die erfolgreiche einstweilige Verfügung der AfD Einspruch erhoben. Offensichtlich fürchten Friedman und seine Kollegen bei N24 einen weiteren Reputationsverlust.

Michel Friedman wurde wegen Kokain-Missbrauchs verurteilt

Welch zweifelhafte Gestalt der Tendenz-Moderator Michel Friedman ist, hatte dieser bereits in der Vergangenheit bewiesen. Im Zusammenhang mit einer brisanten Affäre im Rotlichtmilieu wurde das langjährige CDU-Mitglied, im Zivilberuf eigentlich Rechtsanwalt, im Jahr 2003 des Kokainbesitzes bzw. -missbrauches überführt. Die Berliner Strafbehörden hatten deshalb vor rund elf Jahren gegen den N24-Fernsehmoderator wegen des Eigengebrauchs von Kokain in zehn Fällen einen Strafbefehl zu 150 Tagessätzen in einer Gesamthöhe von nicht weniger als 17 400 Euro erlassen.

Vor diesem Hintergrund können sich die AfD und Bernd Lucke über die weitere gerichtliche Auseinandersetzung eigentlich freuen. Sie erhalten zusätzliche mediale Aufmerksamkeit und ein Gegner wie Friedman sorgt bei den deutschen Wählern wohl für zusätzliche Motivation, bei den EU-Wahlen gegen dieses System abzustimmen.

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