“Du wirst Teile meines Körpers im Internet sehen” – Frau bezahlt Dschihad ihres Mannes

Unglaublich klingt die Meldung des deutschen Wochenmagazins Focus, die von einer jungen Frau in Bonn berichtet, die vergangenen Montagmorgen festgenommen wurde, weil sie ihren Mann über lange Zeit hinweg finanziell unterstützt hatte. Aber nicht etwa indem sie ihm immer wieder ein paar Euro zusteckte, sondern weil die überzeugte Muslimin aus Liebe zu ihrem in Syrien befindlichen Mann den “Heiligen Krieg” und diverse Waffenlieferungen unterstützt hat. Die Verdächtige befindet sich mittlerweile in der Haftanstalt Vechta. Ihr Anwalt schweigt zu den Vorwürfen.

Mann verließ Deutschland für den Heiligen Krieg

Bereits im Herbst 2013 verließ der Ehemann der ursprünglichen Polin den deutschen Boden, um über den Umweg Türkei in Syrien am Heiligen Krieg gegen das Assad-Regime teilzunehmen. Der Verfassungsschutz nahm das Ehepaar daraufhin genauer unter die Lupe. Kurze Zeit später schloss sich der Deutsch-Algerier Fared S. der hochgefährlichen und terroristischen Organisation “Islamischer Staat im Irak und Großsyrien” (ISIS) an. 

Seit diesem Zeitpunkt wurden Telefonate und Geldtransfers beobachtet und die terroristische Haltung der Eheleute bestätigte sich. Als die junge Mutter einen Anruf erhielt, dass ihr festgenommener Mann im Zuge eines Gefangenenaustauschs wieder freigekommen war und nun alle möglichen Geldmittel für eine neue Ausrüstung benötigte, sammelte Karolina R. im gleichgesinnten Bonner Kreis Geld. Von den “Feinden Allahs” wurde ihm und weiteren Mitkämpfern Handys, Waffen und jegliche Ausrüstung abgenommen, die er nun für die Rückkehr in den syrischen Krieg wieder brauchen würde, erzählte Fared S. seiner Frau. Mit dem in Deutschland beschafften Geld unterstützte die Mutter dann ihren Mann bei blutigen Auseinandersetzungen, indem sie Geld für Waffen und extremistische Ausbildung beisteuerte.

Als sich die junge Polin in einem weiteren Gespräch, das vom Verfassungsschutz aufgezeichnet wurde, um den 25-jährigen Kämpfer sorgte, versuchte er sie zu beruhigen, indem er ihr versicherte, sie würde im Falle seines Ablebens sicher seine Körperteile im Internet finden. Durch diese Botschaft beunruhigt, versuchte die Frau des Salafisten offenbar selbst am 17. April einen Flug an die türkisch-syrische Grenze nach Gaziantep zu erlangen. Mit dem Hintergrund der Fluchtgefahr wurde sie allerdings schon vorab festgenommen.

Al-Kaida distanziert sich von ISIS

Um ihr Ziel – die Errichtung eines islamischen Gottesstaats in Syrien – zu erreichen, nimmt die muslimische Terrororganisation ISIS brutalste Vorgehensweisen in Kauf. Blutige Schlachten, Sprengstoffanschläge, Folter und Selbstmordkommandos werden von den Anhängern nicht gescheut. Im Dezember 2013 soll die Organisation in zehn alawitischen Dörfern 150 Einwohner ermordet haben.

Selbst ähnlich militärisch und terroristisch organisierte Organisationen wie die Al-Kaida kritisieren die Vorgangsweise dieser Gruppierung scharf und distanzieren sich von den Gräueltaten. Weil dies aber dem ständig steigenden Trend, Deutschland für den Dschihad zu verlassen oder ihn von Europa aus zu unterstützen, keinen Abbruch tut, erhielten die Behörden seit Jänner den gesonderten Befehl, aufmerksamer denn je verdächtige Anhänger der ISIS zu ermitteln.

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