Bei „Pro & Contra“ wurden nur politisch korrekte Fragen zugelassen

Zu später Stunde fand gestern Abend im Privatsender Puls 4 die Diskussionsrunde „Pro & Contra“ statt. Das Thema lautete diesmal: „Mölzer-Rücktritt: Ist die FPÖ nun weniger rechts?“ Geladen waren neben FPÖ-Obmann HC Strache auch der deutsche Autor Thilo Sarrazin, der Klubobmann der ÖVP Reinhold Lopatka und Clara Akinyosoye, die Chefredakteurin von M-Media. M-Media ist ein Verein von Migranten in Österreich, die sich für mehr „ethnische Diversität“ in den österreichischen Medienbetrieben und eine angemessene Darstellung von Zuwanderern in den österreichischen Mainstream-Medien einsetzt.

Laut dem Sender Puls4 ist das Diskussionsformat „Pro&Contra“ Österreichs einziger Talk im Privatfernsehen, bei dem das Publikum im Studio mitdiskutieren kann. Im letzten Drittel der Sendung werden die Zuschauer in die Diskussion einbezogen, um Fragen und Kritik direkt an die Gäste zu richten. Doch wer sind die Personen im Publikum wirklich?

Im Vorfeld der Sendung wird das Publikum über Casting Concept ausgewählt. Casting Concept ist eine der größten Castingagenturen Deutschlands. Völlig unklar ist, wie die Auswahl des Publikums zustande gekommen ist.

Puls 4 trennte das Publikum nach politischer Gesinnung

Vor Beginn der Sendung gab es einen Empfang im Puls 4-Foyer, wo eine Mitarbeiterin versuchte, durch kurze Gespräche mit den wartenden Publikumsgästen herauszufinden, wer welche politische Meinung vertritt. Einem anwesenden Unzensuriert.at-Leser fiel sofort auf, dass der Großteil des Publikums aus dem Umfeld der dunkelhäutigen Journalistin Clara Akinyosoye stammte. Die Zuteilung auf die Gästetribünen im Studio erfolgte vorwiegend nach politischer Ausrichtung.

Während der Sendung gab es zum Teil heftige Wortgefechte zwischen den Podiumsgästen, wie nun politisch korrekt dunkelhäutige Menschen in der heutigen Gesellschaft genannt werden dürfen. Mehrfach erwähnte HC Strache, dass er den Begriff „Neger“ selbst nicht verwende und man immer differenzieren müsse, in welchen Kontext der Begriff gebraucht wird. Die Begleiter von Frau Akinyosoye im Publikum wollten das naturgemäß nicht glauben. Sie fielen nur durch ihre Zwischenrufe und „Buh-Rufe“ negativ auf, welche allerdings bei der Ausstrahlung im TV eher schlecht zu hören waren.

Kritische Fragensteller wurden von Puls 4-Mitarbeiterin gekonnt ignoriert

In der Pause vor dem letzten Drittel der Sendung wurde von der bereits erwähnten Mitarbeiterin durchgefragt, wer eine Frage an die Podiumsgäste stellen möchte. Die Mitarbeiterin notierte eifrig den Inhalt der Fragen. Darunter  dürften auch einige für Puls 4 nicht erwünschte Fragen an die Gutmenschen-Vertreterin Akinyosoye gewesen sein. Am Ende der Sendung wurde lediglich ein Studiogast mit einer kritischen Frage zugelassen. Er wollte wissen, ob es politisch inkorrekt sei, wenn man Asylbetrüger auch weiterhin so nennt. Der Rest der Fragensteller stammte aus dem Dunstkreis der afrikanisch-stämmigen Journalistin. Nach der Sendung beschwerte sich ein weiblicher Publikumsgast, warum ihre Frage an Akinyosoye nicht zugelassen wurde. Sie wollte wissen, ob die Operette „Der Zigeunerbaron“ in Zukunft auch unbenannt werden müsse. Die Moderatorin antwortete hämisch lachend mit „Ich dachte das sei eine Scherzfrage“. Auch andere diskussionsfreudige Studiogäste wurden gekonnt ignoriert.

Die Diskussionsrunde hat gezeigt, dass auch der Privatsender Puls 4 im Vergleich zu seinem mit Zwangsgebühren finanzierten Konkurrenten ORF in Sachen Objektivität um kein Stück besser ist.

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