Traditionsreiche französische Gauloises-Zigarettenfabrik muss schließen

Die traditionsreiche französische Zigarettenmarke Gauloises wird künftig nicht mehr im Land produziert werden. Die Konzernleitung von Imperial Tobacco, seit 2008 100-Prozent-Eigentümer der ehemaligen Seita-Tabakfabriken, verlagert die Produktion nach Polen. Damit verlieren vorerst 366 der 1150 Mitarbeiter in Frankreich ihren Job. Unmittelbar ist der Produktionsstandort Nantes in Westfrankreich betroffen, der gänzlich geschlossen werden soll.

Zukünftig soll auch der Standort Riom auf der Kippe stehen, dort werden derzeit noch aromatisierte Zigarettensorten der Marke Gauloises produziert, dies ist allerdings ab 2016 innerhalb der Europäischen Union verboten.

Anti-Rauchergesetze und internationaler Zigarettenschmuggel sind Hauptgründe

Einer der Hauptgründe für die Fabrikschließungen ist der sinkende Absatz von Gauloises. Dafür sind innerhalb der EU vor allem die immer strenger werdenden Anti-Rauchergesetze verantwortlich, aber auch der internationale Zigarettenschmuggel nagt an den Umsätzen des Mutterkonzerns Imperial Tobacco. Im Kern ist das Zusperren der Fabrik in Nantes auch ein völliges Versagen der Industriepolitik der aktuellen französischen Regierung unter dem sozialistischen Staatspräsidenten Francois Hollande.

Die Administration Hollande hat es seit rund zwei Jahren nicht geschafft, für internationale Konzerne, aber auch die mittelständische französische Wirtschaft taugliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Deshalb steigen Arbeitslosigkeit und Verarmung der Bevölkerung weiterhin an.

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