EU-Studie: Globales Bienensterben nimmt dramatische Ausmaße an

Das globale Bienensterben nimmt dramatische Ausmaße an. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Studie EPILOBEE, die in den letzten Jahren die Bienenpopulation in 33 Ländern untersucht hatte. Durch den Einsatz von Insektiziden und Fungiziden ist der Bestand von Honig- und Wildbienen aufs äußerste gefährdet. Zusätzlich dazu setzen Viren, Bakterien, Milben sowie die großflächige Verbreitung von Gentechnikpflanzen den Honigsammlern immer mehr zu. Die „natürliche Mortalität“ bei Bienen wird mit rund zehn Prozent angeführt, diese kann sich aber durch weitere Stressfaktoren potenzieren.

Vor allem in den Wintermonaten und da wiederum besonders in den nordeuropäischen Ländern ist die Bienensterblichkeit sehr hoch. So liegt deren Sterblichkeitsrate in Belgien, Dänemark, Estland, Schweden und England deutlich über 20 Prozent, in Belgien sogar bei 33 Prozent.

Wirtschaftsleistung von 260 Milliarden Euro ist gefährdet

Durch das ungebremste Massensterben der Bienen ist mittelbar auch der Obst- und Gemüseanbau in vielen Regionen nachhaltig gefährdet. Die EPILOBEE rechnet mit einer durch die Bienenwirtschaft produzierte Wirtschaftsleistung durch Honigproduktion sowie Bestäubung in der Landwirtschaft von 260 Milliarden Euro jährlich. Schon jetzt kommt es zu einem massiven Rückgang der Honig-Eigenversorgung in vielen Ländern, etwa in Österreich, das bereits derzeit in hohem Maße von Honig-Importen abhängig ist.

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