Wien: Schon wieder Steuergeld für Lifeball

Der Wiener Stadtsenat hat den umstrittenen Lifeball, der heuer am 31. Mai dieses Jahres stattfinden wird, wieder mit 800.000 Euro Steuergeld gefördert. Eine Summe, die anlässlich der Tatsache, dass Rot-Grün in Wien laufend an der Gebührenschraube dreht, bei den Menschen für Kopfschütteln sorgt. Einzig die FPÖ stimmte im Stadtsenat gegen die Subvention, die der Verein Aids Life nun wieder erhalten wird.

„Gerade in Zeiten wie diesen, in denen sich die Wienerinnen und Wiener mit horrenden Mieten, drastischen Gebührenerhöhungen und einem Sparprogramm in Sachen Bildung und Gesundheit konfrontiert sehen, ist es den Bürgern nicht zu erklären, warum 800.000 Euro hier problemlos locker gemacht werden können, die an anderer Stelle vielleicht deutlich dringender benötigt werden“, argumentierte der freiheitliche Stadtrat David Lasar die Ablehnung durch die FPÖ.

Subventionsablehnung für FPÖ schon seit 2010 selbstverständlich?

Es ist dies – anders als Medien berichten – nicht die erste Ablehnung durch die FPÖ. Der freiheitliche Klubobmann Johann Gudenus kritisierte laufend die Zahlungen. Seit 2010 ist die freiheitliche Ablehnung für diese Finanzspritze jedenfalls zur einer Selbstverständlichkeit geworden. 2011 etwa betonte der freiheitliche Gemeinderat Herbert Eisenstein, dass die FPÖ dieser völlig überhöhten Förderung selbstverständlich nicht zugestimmt habe, da die Gemeinde Wien hier völlig falsche Prioritäten setze und auch einen falschen Zugang hätte. Es gebe noch viele andere Möglichkeiten, dem genannten Personenkreis Unterstützung zukommen zu lassen – bis hin zur Direktvergabe, zeigte sich Eisenstein überzeugt.?

800.000 Steuergelder, während viele Wiener sich ihre Mieten nicht mehr leisten können?

Eisenstein teilte auch einen Seitenhieb an den Obmann des Vereins Aids Life, Gery Keszler, aus, der in der Tageszeitung Die Presse vom 8.7.2010 mit den Worten zitiert wurde: „Der Life-Ball sollte nicht notwendig sein.“ „Dieser Aussage schließe ich mich vollinhaltlich an“, so Eisenstein.

2010 brachte der Lifeball einen Erlös von 1,5 Millionen Euro, 2011 waren es 1,9 Millionen, 2012 2,1 Millionen Euro und 2013 2,43 Millionen Euro. Angesichts dieser Rekordzuwächse innerhalb weniger Jahre um mehr als 900.000 Euro stellt sich tatsächlich die Frage, warum die Stadt Wien 800.000 Euro wieder locker machen muss. Auch stellt sich die Frage, ob die Menschen tatsächlich einen aufwendigen Lifeball brauchen, um zu spenden.

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