Die Österreichische Hochschülerschaft im Müll – Zu Besuch im alten AKH Wien

Im Frühling, wenn alles blüht und neu ergrünt, flaniert man als Student gerne durch die ruhigen Innenhöfe des alten AKH im Wiener Alsergrund. Geradezu einladend ist die Idylle rund um die verschiedensten Uni-Fakultäten, die nunmehr hier beherbergt sind. Zwar sind noch immer Ferien, aber regelmäßig sieht man fremdländische junge Menschen hinter einer grauen Tür im ersten Hofgebäude verschwinden. Das Interesse ist geweckt und der Ort des Geschehens wird näher betrachtet. Dort aber endet die Idylle.

ÖH im Müll

Die mäßig frequentierte graue Türe erreicht, erkennt man in den blauen Universitätslettern die Aufschrift „Campus 1.10 ÖH/HochschülerInnenschaft an der Universität Wien“. Dorthin verschwindet also der halbjährliche, ständig nach oben wachsende Zwangsbeitrag von Studenten. Nun wollen wir aber genauer wissen, was mit diesen Millionenbeträgen abgesehen von Gewaltausschreitungen und pleite gehenden Cafés noch so alles finanziert wird. 

Betritt man dieses „Büro“, das eher an eine Unterführungstoilette in einer Großstadt erinnert, hält man instinktiv die Luft an. Abgestanden und muffig riecht der Eingangsbereich, eine Augenweide sind die verschmierten Wände absolut nicht. Besser wird es aber auch nicht, wenn man rechts um die Ecke biegt und die offiziellen Büroräumlichkeiten aufsuchen will. Hunderte Flugblätter über diverse Störaktionen liegen im Vorraum auf. Eine große grüne Mülltonne, die sowohl dem Restmüll als auch dem Altpapier dient, unterstreicht die schmutzige Atmosphäre und bietet eine geruchliche Untermalung der besonderen Art. An jeder Ecke wird außerdem mehrfach zur Gewaltanwendung gegen Männer aufgerufen – untermalt mit hässlichen Bildern.

Partner: Antifa und ÖH 

Auf der Suche nach den vorher so rasch hineinhuschenden jungen Menschen, treffen wir auf eine offenstehende Bürotüre, aus der murmelnde fremdsprachige Laute dringen. Dort findet also gerade eine Beratungsstunde für nicht deutschsprachige Studenten statt. Deutsch wird offenbar ein anderes Mal erlernt. 

Vorbei an über und über mit sehr fragwürdigen Aufklebern versehenen Türen, gelangt man in den ersten Stock in eine umfunktionierte Störzentrale der Raudaumacher in der ÖH. Schon auf der Treppe kann man eine lange Spur aus roter und schwarzer Farbe erkennen, die dort wohl unbeabsichtigt zu Boden fiel. Rot und Schwarz, die Farben der Anarchisten und der Antifa, ließen sich auch durch offensichtliche aber leider missglückte Putzversuche nicht mehr abwaschen. So geht es auch diversen anderen Gegenständen, Gebäuden und fremden Rechtsgütern in der Bundeshauptstadt, welche von linken Krawallmachern für böse erklärt und verunstaltet wurden.

Interessant ist aber nicht nur die Farbe auf der Stiege, sondern auch die zusammengerollten Transparente, welche achtlos in einer Ecke auf den nächsten Demonstrationseinsatz warten. Eine Handvoll Pinsel mit rosa Farbe in einem Topf dürfte erst vor kurzem das Werkzeug für neue Malereien im Büro der – man sollte es kaum glauben – erwachsenen Studenten gewesen sein.

Der geliebte Schwarze Block

Genug gesehen für diesen Tag! Man verlässt das Gebäude mit großer Verwunderung, wie viel Geld für diese Verunstaltungen ausgegeben werden, wieder Richtung Ausgang und trifft auf komisch anmutende Botschaften auf den Wänden in Richtung Toilette. Einen Blick dorthin geworfen, muss man mit Enttäuschung feststellen, dass die Toiletten so gar nicht politisch korrekt getrennt sind und noch immer nur zwei verschiedene Geschlechter existieren. Dafür prangt allerdings eine selbstsichere Botschaft an der Decke darüber „Eine männerlose Gesellschaft ist möglich!“ Wie viele männliche Mitglieder diese Abteilung der ÖH für Geisteswissenschaften wohl hat? Und wie viele Männer haben wohl ihren ÖH-Beitrag dafür gezahlt?

Doch nicht nur diverse Schmierereien verzieren den Gang zur Toilette. Auch die Gesinnung der Mitarbeiter in der ÖH wird durch Aufkleber wie „Ganz Wien liebt den schwarzen Block“ sehr deutlich. Zur Erinnerung: Eben jener schwarze Block hat am Tag des 2. Akademikerballs in Wien einen Millionenschaden und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Gerechtfertigt werden jene Ausschreitungen rund um jenen Ball von der ÖH mit einem sehr bildlichen Sticker, auf dem sowohl zerstörte Polizeiautos zu sehen sind als auch eine friedlich tanzende Ballgesellschaft darunter, mit den Worten „sowas kommt von sowas“.

Als kleine Draufgabe für den Besuch bei der Österreichischen Hochschülerschaft grüßt zum Abschluss noch ein Plakat vor dem Ausgang, welches um Spenden für die festgenommenen Aktivisten rund um den Akademikerball bittet. Als so ganz und gar nicht rechtmäßig wird nämlich in diesen Kreisen die Festnahme von linksradikalen Störern durch die Polizei gesehen; darum will man ausgerechnet der „Roten Hilfe Jena“ einen finanziellen Beitrag zukommen lassen. In welcher Verbindung diese wohl mit der offiziellen ÖH Wien stehen?

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