EU-Südstaatler haben genug von Brüssel

Dankbarkeit ist keine politische Kategorie – dies müssen nun auch die Brüssler EU-Bürokraten schmerzvoll erfahren. In jenen Staaten, denen die EU in den letzten Jahren durch Förderungen, Finanzspritzen und Rettungsschirmen am meisten geholfen hat, will die Bevölkerung mittlerweile am wenigsten von der Europäischen Union wissen. Vor allem die EU-Südstaatler halten laut einer Gallup-Umfrage mehrheitlich längst nichts mehr von Brüssel und Co. So sind nur 43 der Italiener, 31 Prozent der Portugiesen, 27 Prozent der Spanier und 19 Prozent der Griechen positiv gegenüber der EU eingestellt. Selbst bei den Franzosen, die sich über Brüssel in den letzten Jahrzehnten eine ganze Reihe von Extrawürsten herausgeholt hatten, unterstützen nur mehr zu 41 Prozent die Union.

Dazu kommt, dass insgesamt das Vertrauen in der EU im Jahresvergleich 2012/2013 von 60 auf 45 Prozent dramatisch zurückgegangen ist. Dies können auch die „Super-EUler“ aus Luxemburg (67 Prozent), Deutschland (59 Prozent), Belgien (56 Prozent) und Dänemark (50 Prozent) nicht ausgleichen. Denn die Tendenz der Zustimmung zur EU ist generell im freien Fall.

EU-kritische Parteien liegen vorne

Die allgemeine Unzufriedenheit in vielen Mitgliedsstaaten könnte deshalb am 25. Mai bei den Europawahlen zu einem Triumph der EU-Kritiker führen. Bis zu 27 Prozent an Wählerzuspruch prognostiziert etwa eine Studie der Deutschen Bank den EU-kritischen Parteien bei diesen Wahlen. An der Spitze stehen die Briten und die Franzosen, wo sowohl die britische UKIP von Nigal Farage, als auch der Front National von Marine Le Pen zur Nummer Eins am Wahlabend gekürt werden könnte.

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