Gentechnik-Honig kommt auf die Frühstückstische Europas

Einen neuen Anschlag auf die Unionsbürger in Sachen Gentechnik hat nun das EU-Parlament zugelassen. Mit Mehrheit hat das EU-Parlament Ende April den Weg für gentechnisch veränderten Honig in die Regale des Lebensmittelhandels geebnet. Die sogenannte Honigrichtlinie widerspricht fundamental dem Wunsch der deutschen und österreichischen Imker auf Rechtssicherheit und dem Vertrauen der Konsumenten auf Transparenz.

Zukünftig werden Pollen und Honig nicht mehr als “Zutat”, sondern als “natürlicher Bestandteil” des Honigs gewertet. Diese “natürlichen Bestandteile” können nach EU-Recht zukünftig bis zu 0,9 Prozent an gentechnischen Verunreinigungen beinhalten, ohne dass eine Kennzeichnung zu erfolgen hat. 

Umschiffung der Regelung ist nun durch Gentechnik-Honig möglich

Da Honig für normalerweise lediglich 0,5 Prozent Pollen enthält, soll eine Kennzeichnung und damit Deklaration von Gentechnik-Honig somit “umschifft” werden. Gleichzeitig ist etwa die Schwelle von 0,9 Prozent laut dem deutschen Gentechnik-Gesetz nur dann zulässig, wenn der Eintrag der gentechnischen Verunreinigungen “zufällig” und somit technisch unvermeidbar war. Diese “Zufälligkeit” ist allerdings nirgends eindeutig festgeschrieben.

Mit dieser Richtlinie verhöhnt man auch die Imker in ganz Europa. In einer Stellungnahme hatten nämlich insgesamt 200.000 Imker aus 16 Mitgliedsaaten des Europäischen Berufsimkerbundes bzw. Hobbyimker an das EU-Parlament den Appell gerichtet, den Vorschlag abzulehnen. Mit dieser Missachtung der Interessen der Imker wird gleichzeitig auch ein weiterer Beitrag zum globalen Bienensterben geleistet.

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