„Rot-weiß-roter“ EU-Wahlkampfauftakt der FPÖ im Zeichen der Freiheit

1. Mai 2014 - 15:02

Im Europabierstadl auf dem Urfahranermarkt in Linz ist die FPÖ am 1. Mai offiziell in ihren Wahlkampf für die EU-Wahl gestartet. „Der 1. Mai ist für uns nicht nur der Tag der Arbeit. Für uns ist der 1. Mai der Tag der Österreicher, die fleißig arbeiten und von der Bundesregierung geschröpft werden“, stellte gleich zu Beginn der oberösterreichische FPÖ-Obmann Manfred Haimbuchner zum Tag der Arbeit fest, der von der SPÖ vor allem in Wien groß gefeiert wird. Dort allerdings nicht mehr mit Würstel und Bier wie bei den Freiheitlichen in Linz, sondern „mit Kebap und Falafel“, merkte EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky an und holte sich damit kräftigen Applaus von den 5500 anwesenden Besuchern.

Heftige Kritik gab es dann für die beiden Regierungsparteien und ihre EU-Vertreter. SPÖ-Mann Eugen Freund komme aus dem Faulbett des ORF, habe dort eine Viertelmillion Abfertigung und 90.000 Euro Pensionsablöse kassiert und wisse nicht einmal, wie viel ein durchschnittlicher Österreicher verdient. „Und bei der ÖVP ist die Hälfte der ursprünglichen EU-Delegation, angeführt von Ernst Strasser, vom Gefängnis bedroht“, so Vilimsky, der die Schwarzen als Lobbyistentruppe geißelte.

„Es lebe ein Europa souveräner Nationen!“

„Ich will nicht Europapolitiker werden, sondern Rot-Weiß-Rot-Politiker, der die Interessen Österreichs und die Interessen der Österreicher in Brüssel vertritt“, sagte der Spitzenkandidat. Die EU müsse sich wieder zu einer demokratischen Union entwickeln und sich aus der Umklammerung der Banken, Konzerne und Lobbyisten befreien, so Vilimsky. „Die Völker Europas müssen wieder ihr Selbstbestimmungsrecht erhalten. Mir sind die Interessen der Menschen wichtiger als die Interessen der Banken, Konzerne, und Atomlobbys“, betonte Vilimsky. Es gelte in der EU gegen den Überwachungswahn zu kämpfen. „Es lebe die Freiheit, und es lebe ein Europa souveräner Nationen!“, schloss Vilimsky seine mitreißenden Worte.

Strache fordert Zuwanderungsstopp

Bundesparteiobmann HC Strache geißelte in seiner Rede die Untätigkeit der Regierung angesichts der Rekordarbeitslosigkeit und forderte einen Stopp der unverantwortlichen Massenzuwanderung. „Schluss mit der weiteren Zuwanderung auf unseren Arbeitsmarkt, solange wir 400.000 Arbeitslose haben“, sagte Strache unter tosendem Applaus. Noch mehr Zustimmung fanden Straches klare Positionen zu Asyl und Türkei: „Wer das Asylrecht missbraucht, dem wird klar die Tür gezeigt von mir“, stellte der FPÖ-Chef unmissverständlich fest. Und wenn es Zuwanderern aus der Türkei nicht passe, dass das Kreuz über der Tür hänge, „dann sage ich: Geht wieder heim!“

In weiterer Folge setzte es dann geharnischte Kritik für das von ÖVP-Finanzminister Michael Spindelegger vorgelegte Budget: „Rot und Schwarz führen nicht das Land aus der Krise, sondern sie führen die Krise ins Land.“ SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann warf der FPÖ-Chef vor, die meiste Zeit auf Tauchstation zu sein: „Wenn der ins Parlament kommen will, braucht er immer noch den Stadtplan.“

Strache: Die Souveränität Österreichs aus Brüssel wieder zurückholen!

In Brüssel sei die FPÖ die einzige Österreicher-Vertretung, die gegen eine ausufernde EU-Bürokratie auftrete, so der Parteichef. „SPÖ und ÖVP wollen einen zentralistischen Bundesstaat nach dem Muster der USA“, warnte Strache. Um mehr Österreich nach Brüssel zu bringen und die rot-weiß-rote Souveränität wieder zurückzuholen, müsste die Bevölkerung aber auch zur Urne schreiten. HC Strache richtete deshalb zum Abschluss seiner Ausführungen einen deutlichen Appell an die Wähler: „Nicht nur schimpfen am Stammtisch, nicht nur aufregen privat zu Hause. Das ist zu wenig. Wer am Wahltag zu Hause bleibt, stärkt die EU-Zentralisten und ihre Handlanger. Am 25. Mai kann man sich für oder gegen Österreich entscheiden!“

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