Türkei exportiert ihre Goldreserven gegen Bares in die Schweiz

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat angeordnet, das türkische Handelsbilanz-Defizit durch einen massiven Gold-Export zu beheben. Dies passiert seit Jahresbeginn mit einem massiven Gold-Transfer in die Schweiz. Das Gold stammt aus dem seinerzeitigen „illegalen“ Gold und Gas-Geschäften mit dem Iran. Die Türkei hatte einfach die internationalen Sanktionen gegen Teheran unterlaufen, und machte in der Zwischenzeit mit dem Regime im Iran ausgezeichnete Geschäfte. Gesteuert wurde dies alles über die Goldreserven der türkischen Zentralbank in Ankara.

Seit die USA ihren Druck auf Erdogan in Sachen Iran-Geschäfte erhöht hatte, saß Ankara auf großen Goldmengen. Mit diesen Goldreserven versucht man nun das Handelsbilanzdefizit zu minimieren.

Türkei exportierte Gold in Millardenwerten in die Schweiz

Allein im März 2014 hatte die Türkei Gold im Gegenwert von nicht weniger als 1,275 Milliarden US-Dollar in die Schweiz exportiert. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2014 Goldbarren im Wert von mehr als zwei Milliarden nach Zürich verkauft. Wohl auch im Hinblick auf mögliche fallende Goldpreise. Dies entspricht einem zehnfachen Volumen der Goldexporte im Vergleichszeitraum 2013. Im Vergleichszeitraum ging das türkische Handelsbilanz-Defizit dem gegenüber um 30,1 Prozent zurück.

Beim Einsatz der Goldreserven hat die Türkei noch einigen Spielraum nach oben. Offiziell weist das World Gold Council für die Türkei einen Bestand von 497,9 Tonnen Gold aus. Der Golddeckung an den türkischen Währungsreserven liegt bei 16,6 Prozent.

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