1. Mai: Statt Arbeitern füllten türkische Migranten die SPÖ-Reihen

Einen letzten Abgesang auf die einst stolze Arbeiterbewegung im roten Wien versuchte die SPÖ am 1. Mai 2014 auf dem Wiener Rathausplatz. Wo einst hunderttausende Sozialisten stundenlang vor der Parteispitze vorbeimarschierten, fanden sich nach Medienbeobachtern jetzt nur mehr geschätzte 20.000 Genossen ein. Und auch darunter waren viele, die wegen beruflicher Verpflichtung – etwa bei der Wiener Feuerwehr oder den Gemeindebediensteten – mehr aus Zwang als aus freiem Antrieb an dieser Veranstaltung teilnahmen. Hätte man die SPÖ-Reihen nicht mit starken Abordnungen der türkischen oder kurdischen Linken gefüllt, dann wäre die Parade wohl noch bescheidener ausgefallen.

Österreichische-türkische Freundschaft

Diese aktuellen FPÖ-TV-Aufnahmen zeigen große Abordnungen türkischer und kurdischer Genossen. Dabei wird auch eine Fahne des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan getragen. Die Platzsprecherin dankt den internationalen Genossen begeistert und beschwört die „österreichische-türkische Freundschaft“:

Der Vorbeimarsch wurde von den SPÖ-Parteispitzen Bundeskanzler Werner Faymann und Bürgermeister Michael Häupl und anderer Rathaussozialisten eher emotionslos zur Kenntnis genommen. Die vor allem von SPÖ-Pensionistenverbandspräsident Karl Blecha immer wieder skandierten „Freundschaft“-Rufe führten auf der Ehrentribüne, für Beobachter gut sichtbar, sogar zur allgemeinen Belustigung der oberen Genossen. Aufgefallen ist auch die völlige Absenz der roten Regierungsmitglieder, die allesamt – bis auf Faymann und Verkehrsministerin Doris Bures – dieser Veranstaltung fern geblieben waren.

Arbeitslosen-Aktivisten zogen mit Transparent vor die Genossen

Für kurzzeitige Irritation auf der Veranstaltungsbühne sorgte eine Gruppe von Arbeitslosen-Aktivisten, die sich in den Teilnehmerzug eingereiht hatte und mit Transparenten unter dem Titel „1. Mai: Tag der Arbeitslosigkeit“ bei den SPÖ-Vorderen für Sprachlosigkeit sorgte. Auch eine Gruppe von Telekom-Betriebsräten, die ihr Missfallen über den Ausverkauf ihres Unternehmens an internationale Investoren ausdrückte, stieß bei den roten Spitzengenossen auf Unverständnis und betretenes Schweigen.

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