Promis werben für roten EU-Spesenritter Schulz

3. Mai 2014 - 12:00

Der europaweite EU-Spitzenkandidat der Sozialisten und Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, hat in letzter Zeit mehrmals für heftigen Wirbel gesorgt. Zuletzt wurde bekannt, dass Schulz in den letzten beiden Jahren an jedem Tag 304 Euro Sitzungsgeld kassiert haben soll. Also sprich auch dann, wann er im Urlaub oder im Wahlkampf unterwegs war – folglich keine Sitzung hatte. Dennoch darf der rote Spesenritter sich einer Unterstützung erfreuen, die sich allerdings auf ein paar B- oder C-Promis - unter anderem aus der österreichischen Schauspieleszene - beschränkt.

Der "genialste" Spitzenkandidat

Auf der Internetseite der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), der Schulz angehört, erklären Künstler und Schauspieler wie Harald Krassnitzer und Senta Berger unter dem Slogan „Ich wähle Martin Schulz“, warum sie den aus Deutschland stammenden Genossen unterstützen. Krassnitzer hält Schulz für den „genialsten Spitzenkandidaten“, „den wir (Krassnitzer ist bekennendes SPÖ-Mitglied) finden konnten“.

Schulz ist kein SPÖ-Kandidat

Senta Bergers Worte klingen fast, als seien sie dem freiheitlichen Wahlprogramm entnommen. Sie wünscht sich ein starkes Europa, das bei den Verhandlungen mit den USA um ein Freihandelsabkommen europäische Sozial- und Umweltstandards durchsetzt. „Ein Europa, das die kulturelle Vielfalt auf unserem Kontinent als Reichtum begreift und fördert“, heißt es weiter. Allerdings glaubt sie, dass Martin Schulz diese „europäische Idee“ vertrete. Dass Schulz allerdings eine „Regierung für Europa“ fordert und auch meint, dass es der falsche Weg sei, dass viele Menschen das „Nationale“ zurückwünschen würden, dürfte bei Senta Berger noch nicht durchgedrungen sein.

Am Rande sei noch erwähnt, dass weder Berger noch Krassnitzer Martin Schulz wählen können. Er ist kandidiert auf keiner Liste in Österreich.

Wollen Sie täglich per Mail über die neuesten Artikel informiert werden? Hier können Sie sich anmelden.
Gefällt Ihnen unsere Berichterstattung? Dann unterstützen Sie uns mit einer Spende:
IBAN: AT581420020010863865, BIC: EASYATW1, Unzensuriert.at
SPENDEN
in

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.