Stadt Völklingen macht mit Meeresfischzuchtprojekt massive Verluste

Vor Jahren hatten die Stadtväter der saarländischen Kommune Völklingen eine scheinbar geniale Idee: Die stillgelegten Kohleförderanlagen sollten mit einem innovativen Projekt „nachgenutzt“ werden. Für diese Nachnutzung suchten sich die beteiligten Unternehmen Deutschen Steinkohle AG, Montan-Grundstücksgesellschaft mbH und Regionalbüro SaarProjekt ausgerechnet ein Meeresfischzuchtprojekt aus. Dieses „Innovationsprojekt“ wurde als weltweit erste und einzige Salzwasser-Kreislaufanlage ohne Zugang zu natürlichem Meerwasser beworben, welches für den kommerziellen Betrieb im Binnenland entwickelt wurde.

Seit Beginn des Projektes im Jahr 2007 schreibt man allerdings nur rote Zahlen. Bisher wurden allein 20 Millionen Euro in die „Binnen-Meeresfischzucht“ hineingebuttert. In der zuletzt für das Jahr 2011 veröffentlichten Bilanz des Projekts wurde allein ein Negativergebnis von 541.821,68 Euro ausgewiesen. Immer wieder angekündigte „private Investoren“ haben bis heute nicht angebissen.

Deutsche Kommunen verschwenden Geld mit Fehlinvestitionen

Die Stadt Völklingen mit ihrer Fehlinvestition in Sachen Meeresfischzuchtprojekt ist jedoch keineswegs ein Einzelfall. Auch andere deutsche Kommunen „spielen Unternehmer“ auf Kosten der Steuerzahler. In Potsdam gibt es ein städtisches Biosphärenprojekt, das in den vergangenen Jahren schon Millionen Euro an Steuergeld verschlungen hat. Und die baden-württembergische Hauptstadt  Stuttgart leistet sich ein städtisches Weingut, das sich seit Jahren nur mit städtischen Zuschüssen finanziell über Wasser hält.

Einen besonderen ökonomischen Schildbürgerstreich leistete sich aber die niedersächsische Kommune Braunlage, wo die Stadt sogar mit einer öffentlich geführten Pommes-Bude in die Pleite schlitterte.

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