Britische Großbank Barclays gründet 115 Milliarden-„Bad Bank“

Eine „Bad Bank“ der Superlative gründet die britische Großbank Barclays. Nicht weniger als 115 Milliarden Euro möchten die Briten zukünftig in dieser Mega-Bad Bank „bunkern“. Gleichzeitig wirft Barclays in den nächsten drei Jahren insgesamt 19.000 Bankangestellte hinaus. Damit wird die ursprüngliche Anzahl von 12.000 gestrichenen Bankenjobs gleich um 7.000 vergrößert. Allein heuer müssen 2.000 Investmentbanker bei Barclays ihren Schreibtisch räumen, bis 2016 sollen weitere 5.000 dazu kommen.

Grund für diese radikale „Redimensionierung“ der britischen Großbank ist der Druck der Londoner Regierung. Die Regierung Cameron hatte Barclays faktisch gezwungen, diesen Schrumpfungsprozess einzuleiten, um potentielle Risiken zu minimieren.

Bad Bank „Non-Core“ soll faule Wertpapiere abbauen

In der Vergangenheit war Barclays auch in Manipulationsfälle rund um Zinsgeschäfte im Interbankengeschäft involviert. Dies kostete den damaligen Generaldirektor Bob Diamond seinen Job an der Spitze des Bankinstitutes. Der jetzige Barclays-Chef Antony Jenkins fährt nun auf Druck der britischen Bankenaufsicht und Regierung einen radikalen Schrumpfungskurs, der die Bank von Hochrisikogeschäften befreien soll. Die Bad Bank „Non-Core“ soll hier eine entscheidende Rolle spielen und den Abbau fauler Wertpapiere umsetzen.

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