Tschechische Bevölkerung ist Gegner des Euro

Keine Freude mit dem Euro haben die Tschechen. Nach einer jetzt veröffentlichten Umfrage der Akademie der Wissenschaften in Prag sind 76 Prozent der tschechischen Bürger gegen eine Einführung des Euro in ihrem Land, nur 19 Prozent befürworten eine Änderung der Währung. Damit hat sich keine wesentliche Änderung der Einstellung der Tschechen seit 2013 ergeben, wo 77 Prozent sich als klare Euro-Gegner deklariert hatten und 18 Prozent zu Euro-Befürwortern gezählt wurden.

Die Tschechische Krone, die 1993 nach der Trennung von der Slowakei als neue Währung eingeführt worden war, ist für die Tschechen immer noch eine in höchstem Maße taugliche Währung. Mit einem aktuellen Umrechnungskurs von 1 Euro : 23,34 Kronen ist der Wechselkurs weitgehend stabil.

Mitte-Links-Regierung konnte keine Euro-Stimmung erzeugen

Die seit Jänner im Amt befindliche Mitte-Links-Regierung unter der Führung des Sozialisten Bohuslav Sobotka als Ministerpräsidenten konnte bisher keine Pro-Euro-Stimmung erzeugen. Die aus acht Sozialdemokraten, sechs Vertretern der Partei ANO und drei Christdemokraten bestehende Regierung kann sich auf 111 der 200 Sitze im Prager Parlament stützen. Dennoch geht in Sachen Reformen genauso wenig weiter, wie unter den Vorgängern.

Zuletzt war die Regierung sogar wegen eines „Sprachenstreits“ gelähmt, da dem Finanzminister Andrej Babis, gleichzeitig Parteichef von ANO von der Opposition vorgeworfen worden war, dass er im Parlament nicht einmal verstanden werde, da er nicht gut genug Tschechisch spreche.

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