Freund kritisiert eigene Partei und bekennt sich zu Schulz

In einem Wahlwerbevideo übt der SPÖ-Spitzenkandidat Eugen Freund heftige Kritik an der Politik der SPÖ, die ihn zwar für die Wahl aufgestellt hat, der er jedoch nicht beigetreten ist. In dem von den Roten via Youtube beworbenen Clip sagt Freund, der aktuell wegen angeblicher Geheimdienst-Kontakte und einer unappetitlichen Spesen-Affäre während seiner ORF-Zeit massiv unter Druck steht, unter anderem: „Ich will ein Europa, in dem wieder der Mensch zählt und nicht Spekulanten und Banken. Das geht aber nur mit einem Kurswechsel in der europäischen Politik. [.] Ich will nicht länger mit ansehen, dass Banken für systemrelevant erklärt werden, über fünf Millionen jugendliche Arbeitslose aber nicht“, richtet er Faymann und seinen internationalen Genossen aus, die die Bankenrettung um Milliarden – etwa durch die diversen Rettungsschirme und den ESM-Vertrag – stets kompromisslos vorangetrieben haben.

Freund träumt von Kurswechsel mit Schulz

Dass Freund das bis dahin Gesagte nicht allzu ernst zu nehmen scheint, wird jedoch im zweiten Teil des Werbevideos deutlich, wenn er von einem Kommissionspräsidenten Martin Schulz träumt: „Gemeinsam mit ihm an der Spitze der Kommission kann die Sozialdemokratie im Europäischen Parlament diesen Kurswechsel dann beginnen.“ Mit Schulz an der Spitze des Parlaments haben die Sozialdemokraten diesen Kurswechsel nicht geschafft – und wohl auch nicht schaffen wollen, zumal zwischen Rot und Schwarz in Brüssel – wie die Fernseh-Diskussion Schulz – Juncker gezeigt hat – ohnehin keine Unterschiede bestehen. Über die zahlreichen Übereinstimmungen zwischen Schulz und Juncker gegen den Mehrheitswillen der Bürger berichtet aktuell das FPÖ-TV-Magazin:

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