Anzeige: FPÖ sagt dem Life-Ball-Plakat den Kampf an

Mittlerweile sind sie in Wien breit Stelle plakatiert: die Werbeplakate für den diesjährigen Life-Ball am 31. Mai unter dem Motto „Garten der Lüste“. Und seit ihrem Erscheinen regt sich durchaus beträchtlicher Unmut in der Bevölkerung. Auf dem Plakat wird das Transgender-Model Carmen Carrera von „Starfotograf“ David LaChapelle einmal mit nackten Brüsten und nackten Penis und einmal nur mit nackten Brüsten gezeigt. Diesem Treiben stellt sich die FPÖ nun entgegen, gemeinsam erstatteten Familiensprecherin und Nationalratsabgeordnete Anneliese Kitzmüller und der Linzer Sicherheits-Stadtrat Detlef Wimmer Anzeige gegen die Verantwortlichen.

Harte Töne aus verschiedensten Reihen

Rechtsanwältin Eva Maria Barki hatte bereits am 16. Mai gemeinsam mit 32 weiteren empörten Personen bei der Wiener Staatsanwaltschaft, auf den § 10 des Pornografiegesetzes Bezug nehmend, eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht. Nun wurde es auch der FPÖ zu bunt. Mittels einer Anzeige bei der Wiener Staatsanwaltschaft soll dem Treiben Einhalt geboten werden: „In diesem Zusammenhang ersuchen wir Sie, die Strafbarkeit insbesondere aufgrund der genannten Tatbestände des Pornographiegesetzes und der Herabwürdigung religiöser Lehren (Christliche Schöpfungsgeschichte) zu prüfen und gegebenenfalls Anklage zu erheben“, heißt es in dem FPÖ-Schreiben an die Justiz.

Kitzmüller erläutert gegenüber der Presse weiter: „Diese sittliche Gefährdung samt Irreleitung des Geschlechtstriebes soll umgehend freiwillig entfernt oder sonst durch Staatsanwalt und Gericht geahndet werden.“

Mehrheit der Befragten gegen das Plakat

Der Paragraf 2 des Pornographiegesetzes besagt, dass pornografische Schrift, Abbildung oder sonstige Darstellung, die geeignet ist, „die sittliche oder gesundheitliche Entwicklung jugendlicher Personen durch Reizung der Lüsternheit oder Irreleitung des Geschlechtstriebes zu gefährden“ zu bestrafen sei.

Dass die Freiheitlichen nicht nur die Gesetzesparagrafen, sondern auch die Bürger auf ihrer Seite haben, zeigt eine aktuelle Online-Umfrage der Zeitung Heute. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels befanden 70 Prozent, dass das Zeigen von Geschlechtsteilen in der Werbung zu weit gehe. 

Aber nicht nur österreichweit regt sich Widerstand, sondern auch eine europaweite Petition „CitizenGo“ bittet Unterstützer um eine Unterschrift gegen das Life-Ball-Plakat und das Zeigen von Zwittern samt ihren Geschlechtsteilen in der breiten Öffentlichkeit.

Verantwortlicher Gery Keszler unbeeindruckt

Laut Medienberichten dürfte der Veranstalter mit heftiger Kritik gerechnet haben, welche ihn eigenen Angaben zu Folge aber relativ kalt lässt: „Conchita ist derzeit ein Nationalheld, auf sie kann keiner mehr hindreschen. Das neue Ventil ist jetzt das Life Ball Plakat.“

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