Neuer Strache-Rap mit Figl treibt Schwarze zur Weißglut

Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP erinnern sich selten ihrer Vorväter. Dem Burschenschafter Viktor Adler geht es als Gründer der Sozialdemokratie da nicht anders als Leopold Figl, dem ersten Bundeskanzler nach dem Zweiten Weltkrieg und Staatsvertrags-Verhandler, der am 15. Mai 1955 endlich verkünden durfte: „Österreich ist frei!“

Wenn sich – wie nun im neuesten Rap von FPÖ-Obmann HC Strache – andere einer der großen Persönlichkeiten Österreichs erinnern, ist es auch nicht recht. Die ÖVP schäumt wegen des neuen Musikstücks „Patrioten zur Wahl!“, das erkennen lässt, wie SPÖ und ÖVP mit Figls Erbe umgehen. Von „Österreich ist frei!“ ist heute dank rot-schwarzer EU-Hörigkeit kaum noch etwas zu bemerken, wie HC Strache in Reimform deutlich macht.

Die ÖVP feuerte als Reaktion eine Suada von Presseaussendungen gegen die Freiheitlichen. Der Bauernbund und einer seiner Nationalratsabgeordneten, Figls Großneffe und zuletzt auch Generalsekretär Gernot Blümel echauffierten sich in hysterischen Phrasen über das Lied. „Herr Strache und die FPÖ sollen ihre schäbige, politische Propaganda ohne Berufung auf Persönlichkeiten machen, deren politische Einstellungen und Ideale nichts mit den ihren zu tun haben“, schimpft Markus Figl. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl kontert:

Figl wäre heute wohl begeisterter Freiheitlicher und würde mit uns für Freiheit und Neutralität Österreichs und gegen den Ausverkauf an die EU-Zentralisten eintreten. Die ÖVP hingegen würde er nicht mehr wiedererkennen.

Wer muss sich entschuldigen?

Tatsächlich dürften die ÖVP-Männer das Video nicht angesehen haben. Die Kritik richtet sich gegen Rot-Schwarz und gegen die EU, aber in keiner Silbe gegen Figl. Die von Blümel geforderte „Entschuldigung bei der Familie Leopold Figls“ müssten daher ÖVP-Obmann Spindelegger und Co. aussprechen, die jene Freiheit, die Leopold Figl für Österreich in zähen Verhandlungen mit den Alliierten erkämpft hat, mit Füßen treten.

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