Kampf um Wien hat begonnen

Im Zuge der Wahlparty der Freiheitlichen anlässlich der EU-Wahl hat FPÖ-Chef HC Strache den Kampf um Wien ausgerufen. Sei Ziel sei es, SPÖ-Bürgermeister Häupl abzulösen. Die FPÖ konnte beim Wiener Ergebnis der EU-Wahl um knapp 3 Prozent auf 18,2 Prozent zulegen. Zwar kamen die Grünen mit 20,9 Prozent auf den Dritten Platz. Was aber viele Kommentatoren ignorierten, ist die Tatsache, dass die Grünen bei der EU-Wahl vor 5 Jahren schon auf dem dritten Platz gelegen waren. Trotz dieses „Erfolgs“ kamen die Grünen bei der Wiener Landtagswahl mit einem Stimmenverlust sogar nur auf 12,64 Prozent, während die FPÖ doppelt soviel – nämlich 25,77 – schafften. Wenn also die Grünen nun glauben, ihre Bäume wachsen nun in den Himmel, so dürften sie sich da fest täuschen. Unbestritten ist sicherlich, dass ein Großteil der Wiener FPÖ-Wähler mit der EU nichts anfangen kann und daher nicht wählen gegangen ist. Angesichts des Stimmenplus für die Freiheitlichen dürfte es auch in Wien ein Erdbeben geben. 

Bürgermeister Häupl muss jedenfalls zittern. Laut Medienberichten verliert er Wähler an FPÖ und Grüne. Auch, wenn eine EU-Wahl nicht mit einer Landtagswahl verglichen werden kann, so muss festgehalten werden, dass es der SPÖ nicht gelang, ihre Stammwähler zu halten. Schlecht sieht es übrigens auch für die ÖVP aus. Sie droht in Wien bedeutungslos zu werden. Geht es nach der Zeitschrift Österreich, so wird die Wien-Wahl bereits am 31.5.2015 stattfinden.

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