Deutsche Altparteien wurden bei EU-Wahl abgestraft

Eine herbe Niederlage mussten die deutschen Altparteien bei der EU-Wahl 2014 einstecken. Durch den Wegfall der Drei-Prozent-Hürde zogen neben den etablierten Parteien CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Linkspartei gleich acht weitere Gruppierungen im EU-Parlament in Brüssel ein. Der Einzug der neuen Parteien in Brüssel ging auf Kosten von FDP, CDU, CSU, Grünen und der Linkspartei, die insgesamt 21 Mandate verloren. Größter Verlierer war die FDP,  die gleich neun Mandate verlor, gefolgt von der CDU mit fünf Mandaten, der CSU mit drei Mandaten, der Grünen mit drei Mandanten und der Linken mit einem Mandat.

Alternative für Deutschland ist Faktor in Deutschland geworden

Den größten Erfolg konnte die Alternative für Deutschland (AfD) einfahren, die auf Anhieb sieben EU-Mandate auf sich vereinigen konnte. Neben der AfD zogen die Freie Wähler, die NPD, die Ökologisch-Demokratische Partei, die Piraten, die Tierschutzpartei, die Familienpartei und die Spaßgruppierung „Die Partei“ ins EU-Parlament ein.

Diese Ergebnis beweist ein weiteres Mal, dass die bei Bundes- und Landtagswahlen in Deutschland herrschende Fünf-Prozent-Hürde ausschließlich dazu da ist, potentielle Konkurrenz so lange wie möglich aus den Parlamenten fern zu halten. Bei der AfD, die mehr als sieben Prozent bei den EU-Wahlen erzielte, wird dies wohl in Zukunft nicht mehr gelingen.

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