Life-Ball-Organisatoren sperrten Rathaus-Trafikanten aus

Life-Ball-Organisator Gery Keszler fordert immer wieder Toleranz von der Gesellschaft ein: für Schwule, Lesben und Transsexuelle. Wenn es aber ums Geschäft geht, kennt der bekennende Homosexuelle allerdings keine Toleranz. Denn als der Trafikant im Rathaus während der Life-Ball-Veranstaltung sein Geschäft – mit einer Sondergenehmigung in der Hand – öffnete, blockierte die „Security“ die Trafik mit einem Absperrgitter.

Wie die Kronen Zeitung berichtete, spazierte Trafikant Eugen Oprea am Samstagabend in sein Geschäft und sperrte kurz vor 20 Uhr auf. Voll Freude, denn es sollte der umsatzstärkste Tag für den Trafikanten im Rathaus werden. Allerdings dauerte es nicht lang, bis die Ball-Organisatoren von dem „Eindringling“ Wind bekamen und die Trafik hinter einem Absperrgitter verschwinden ließen. Selbst der Zigarettenautomat war somit für die Life-Ball-Besucher nicht mehr zugänglich. „Die haben mich aus meinem eigenen Geschäft gejagt“, erzählt der 49-Jährige, der an einer Herz-Lungen-Krankheit leidet und zu 70 Prozent Invalide ist, der Krone.

Rathaus gehört Verein „Aids Life“

Die Sondergenehmigung der Monopolverwaltung nützte Eugen Oprea nichts. Denn dem Vernehmen nach gehört das gesamte Rathaus während der Veranstaltung dem Verein „Aids Life“ – und der hätte niemals eine Erlaubnis zum Öffnen der Trafik erteilt, schreibt die Krone, die auch vermeldet, dass die Organisatoren mit dem enttäuschten Trafikanten zumindest ein Gespräch führen wollen.  Na also, da gibt es ja doch noch einen Ansatz von Toleranz! Allerdings wird diese wohl nicht so weit gehen, dass die Life-Ball-Organisatoren dem Trafikanten eine Entschädigung zahlen werden.

Geld wurde im „Garten der Lüste“ – wie das heurige Motto lautete – genug gescheffelt. Allein der Stadt Wien war die bunte Party eine Subvention von 800.000 Euro wert, Sonderleistungen nicht mit eingerechnet. Dazu kommen Großsponsoren wie Billa (REWE), die es Gery Keszler erlauben, viel für Aids-Kranke zu leisten und die es ihm ermöglichen, von dieser Veranstaltung gut leben zu können.

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