NEOS-Landesgruppe Vorarlberg ist in schweren Personalturbulenzen

Endgültig in den Niederungen der Parteipolitik sind nun offensichtlich die NEOS angelangt. Ausgerechnet im Heimatland von Parteichef Matthias Strolz, Vorarlberg, gibt es nicht enden wollende Personalturbulenzen im Zusammenhang mit den Landtagswahlen im September 2014. Strolz hatte bereits anlässlich der EU-Wahlen wegen Manipulationsverdachts eine Online-Abstimmung über die Kandidaten kurzfristig „aussetzen“ müssen. Nun gibt es erneut rund um den „Nominierungskonvent“ in Vorarlberg heftige Auseinandersetzungen.

Der Vize-Landeschef Chris Alge, ein herzeigbarer Landtagskandidat, ist wegen Manipulationsverdachts aus der pinken NEOS-Truppe ausgestiegen, ein weiterer potentieller Landtagskandidat wurde von der FPÖ erfolgreich abgeworben. Der ausgeschiedene Ex-NEOS Alge spricht gegenüber Strolz und Co von „Packelei“. Vieles erinnert an das Team Stronach, das nach Anfangserfolgen binnen Jahresfrist in Chaos und Auflösung stecken geblieben ist.

Gerald Loacker als Schwachstelle im NEOS-Team ist verantwortlich

Für NEOS-Chef Strolz müssten eigentlich die Alarmglocken läuten, denn Hauptverantwortlicher für das Chaos im Ländle ist sein engster Mitstreiter Gerald Loacker. Loacker war mit Strolz gemeinsam aus der ÖVP ausgestiegen und hatte die NEOS mitbegründet. Als Gründungslandesparteiobmann, der das einzige Vorarlberger Nationalratsmandat der NEOS innehat, war er bereits auf Parlamentsebene „verhaltensauffällig“. Die Auftritte reichen von der Vertretung eines hemmungslosen „Superliberalismus“ auf allen Ebenen bis hin zur Vertretung von Lobbyisteninteressen im Gesundheitsausschuss.

Als „Statthalter“ seines Landsmanns Strolz hat er nun auch die Vorbereitung der Landtagskandidatur für den September gründlich verwackelt. Aus dem NEOS-Parlamentsklubs hört man, dass Strolz sich gegenüber der Unprofessionalität seines Landsmanns zunehmend genervt zeigt. Ein Abgang von Loacker scheint nicht mehr ausgeschlossen. Die NEOS sind jedenfalls schon jetzt im Stadium einer „Altpartei“ angekommen.

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