Theodor Heuss-Büste kommt unter den Hammer

„Wir haben fertig“: So könnte man den Zustand der im September 2013 aus dem Deutschen Bundestag hinausgeflogenen FDP umschreiben. Nun kommt sogar eine Büste des ersten FDP-Parteivorsitzenden und Bundespräsidenten der BRD (1949 bis 1959), Theodor Heuss, unter den Hammer. Die „FDP-Bundestagsfraktion in Liquidation“ ersucht über die Verkaufsplattform des Bundes im Internet (Vebeg) bis zum 17. Juni um entsprechende Anbote. Die Büste war 2007 dem seinerzeitigen FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle geschenkt worden.

Nach dem bescheidenen Drei-Prozent-Ergebnis bei den Wahlen zum EU-Parlament am 25. Mai 2014 setzt sich die Auflösung der einstigen Regierungspartei offensichtlich mit Höchstgeschwindigkeit fort. Wie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, verkauft man jetzt alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

FDP verscherbelt abgewetzte Sessel aus dem alten Bonner Plenarsaal

Während sich Künstler Gregor Dittmer, der die Büste seinerzeit angefertigt und um 7.000 Euro an die FDP verkauft hatte, empört zeigt, hält sich der Aufruhr bei anderen Veräußerungsgegenständen in Grenzen. So werden neben der Heuss-Büste auch sieben Abgeordnetensessel aus dem alten Bonner Plenarsaal feil geboten. Pikanter Zusatz beim Verkaufsanbot der FDP-Fraktion in Liquidation: „Der grüne Lederbezug weist starke Gebrauchsspuren auf.“

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