Ukraine-Raps als Finanzdesaster für deutsche Städte

Ein besonderes Investment macht nun der rot-grün regierten Stadt Uelzen/Niedersachsen ökonomisch schwer zu schaffen. Vor Jahren hatte die Stadt Uelzen die Idee, in „erneuerbare Energien“ zu investieren. Das den Uelzener Stadtwerken gehörende Blockheizkraftwerk wurde auf den Betrieb mit Pflanzenöl umgestellt. Bei Beginn dieser Umstellung investierte man Steuergelder in den Ankauf einer Palmöl-Plantage in Südostasien. Als dieses Investment wegen der dort bekannt gewordenen Umweltsünden in der Öffentlichkeit untragbar wurde, stellte man auf Rapsöl um.

Dieses Rapsöl baute man aber keineswegs im eigenen Landkreis an, sondern gründete 2008 die Sustainable BioEnergy Holding GmbH (SEB). Die SEB wiederum pachtete in großem Stil in der West-Ukraine Anbauflächen für den Uelzener Energieproduzenten. 2009 gab man 75 Prozent der SEB-Anteile an die Stadtwerke Schwäbisch Hall weiter. Ein Geschäft wurde der ukrainische Raps aber nie.

Korruption und Misswirtschaft kosteten die deutschen Anleger Millionen

Das öffentliche Investment durch die Stadtwerke der Städte Uelzen und Schwäbisch Hall entwickelte sich in Folge allerdings zum Debakel und wurde durch Korruption und Misswirtschaft, die in der Ukraine herrschen, zum Millionen-Grab. Die SEB hatte seit ihrer Gründung niemals Gewinne gemacht. Durch Gesellschafterzuschüsse erlitt etwa Schwäbisch Hall allein infolge des Ukraine-Abenteuers einen Verlust von 10 Millionen Euro. Für die Uelzener Bürger beschränkt sich der finanzielle Schaden im besten Fall auf 5,5 Millionen. Kritiker dieses Ukraine-Engagements sprechen in den Medien von insgesamt bis zu 9 Millionen Euro.

Mittlerweile musste die SEB um vergleichsweise bescheidene 3,7 Millionen Euro an ukrainische Eigentümer verkauft werden. Damit haben deutsche Kommunen wieder einmal viel Geld für ein „ideologisches Projekt“ in den Sand gesetzt, für das am Ende die Steuerzahler aufkommen müssen.

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