Umwelt-Initiative für Wiener Turmfalken

Eine Umwelt-Initiative der besonderen Art hat der FPÖ-Abgeordnete Josef Riemer im österreichischen Parlament gestartet. Riemer, unter anderem Mitglied des Gesundheitsausschusses, möchte von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) wissen, wie es um die Förderung der Ansiedlung bzw. des Bestandes von Turmfalken in Wien und den anderen Bundesländern steht. In der Bundeshauptstadt ist der Turmfalke der häufigste Greifvogel; Wien ist auch die europäische Großstadt mit der höchsten Dichte an Turmfalken.

Durch bauliche Veränderungen und einer zunehmenden Verbetonierung von Grünflächen sind sowohl die Brutplätze, als auch die Nahrungsgrundlagen für die Turmfalken in Wien massiv bedroht. Riemer stützt sich bei seiner Initiative auf wissenschaftliche Auswertungen der Biologin Petra Sumasgutner vom Department für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie an der Universität Wien.

Turmfalken brauchen besseres Nahrungs- und Nistplatzangebot

Um den Fortbestand der Wiener Turmfalken zu gewährleisten, ist ein verbessertes Nahrungs- und Nistplatzangebot notwendig. In diesem Zusammenhang wäre es notwendig, in der Nähe von Parkanlagen und Grünanlagen, Nistplätze zu errichten, damit die Turmfalken Feldmäuse als „Grundnahrungsmittel“ auch tatsächlich erbeuten können. Um Wildbienen oder Schmetterlinge innerhalb der Stadtökologie erfolgreich zu erhalten, hat man etwa in diesem Bereich sogenannte „Insekten-Hotels“ eingerichtet.

Nun wäre es laut Riemer an der Zeit, dass sich der für den Tierschutz zuständige Gesundheitsminister gemeinsam mit den zuständigen Wiener Stellen auch für ausreichende Rahmenbedingungen zum Erhalt der Turmfalken einsetzt.

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