Ausländische Weinblattdiebe sind Fall fürs Parlament

Die Wiener Weinbauern werden im heurigen Jahr mit einer ganz besonderen Art der Wirtschaftskriminalität konfrontiert. Weinblattdiebe aus dem orientalischen Kulturkreis rupfen die Weinblätter von den austreibenden Rebstöcken. Diese sind danach schwer geschädigt und machen die Traubenernte im Herbst nahezu unmöglich. Zuletzt wurde eine illegale Massenernte von einem betroffenen Weinbauern in Wien-Oberlaa (Bezirk Favoriten) festgestellt. Auch in anderen Anbaugebieten sollen die Weinblattdiebe bereits tätig gewesen sein.

Ihre reiche Beute verkaufen sie in der orientalischen Gastronomie der Bundeshauptstadt, die mit diesen Weinblättern ihr kulinarisches Angebot entsprechend aufbessert. Weinblätter sind eine Spezialität in der orientalischen Küche, die mit gehacktem Lammfleisch, Zwiebeln, Nüssen und Gewürzen gefüllt werden. Die Weinbauern haben nun zur Selbsthilfe gegriffen und organisieren sich in eigenen Wachtruppen, um diesem illegalen Treiben entgegenzuwirken. Bei regelmäßigen Kontrollgängen konnten die als Türken identifizierte Täter von den Betroffenen aus ihren Gärten verjagt werden.

FPÖ möchte Auskunft über „Weinblattmarder“

Die Wiener FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein möchte nun mittels parlamentarischer Anfrage Auskunft über die Aufgriffe der Polizei und deren Maßnahmen gegen die Weinblattdiebe erhalten. Da es sich bei diesen Mengen, die von den Rebstöcken gestohlen werden, keineswegs um Mengen zur Befriedigung des Eigenbedarfs handeln kann, stehe, so Belakowitsch, der Verdacht des organisierten Verbrechens im Raum. Auch die genaue Herkunft der orientalischen „Weinblattmarder“ möchte Belakowitsch-Jenewein von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) aufgeschlüsselt bekommen.

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