Europäische Union schreckt vor Zimtschneckenverbot zurück

Die Europäische Union ist zwar immer weniger in der Lage, „große Probleme“ der Staatengemeinschaft zu lösen, für die „wichtigsten Nebenschauplätze“ der Welt reicht die politische Energie aber dann doch immer noch. So gerieten die dänischen Zimtschnecken, sozusagen ein „Nationalgebäck“ im gesamten skandinavischen Raum, im Namen des Gesundheitsschutzes ins Visier der EU-Kommission. Grund dafür: der Inhaltsstoff Cumarin, ein natürlicher aromatischer Pflanzenstoff mit angenehm würzigem Geruch. Dieser ist in großen Mengen gesundheitsschädlich, wird aber auch in der Medizin gezielt eingesetzt.

Die Dosis macht, wie bei so vielen Stoffen, den Unterschied zum Gift aus. Lange Zeit stand wegen Cumarin nun ein völliges Verbot der dänischen Zimtschnecken auf der EU-Agenda. Die EU-Gesundheitsbehörden hatten seit November 2013 ein Verbot für Zimtschnecken geprüft. Dies konnten nun jedoch erfolgreich abgewehrt werden.

Zimtschnecken erreichen EU-Grenzwert nicht

Nun hat sich nämlich herausgestellt, dass die dänischen Zimtschnecken den EU-Grenzwert von 50 Milligramm pro Kilo gar nicht erreichen. Mit dazu beigetragen hat offensichtlich auch ein landesweiter Aufschrei der dänischen EU-Kritiker, die die Vorgangsweise gegen dieses „Nationalgebäck“ heftig kritisiert hatten. Nun wurde der „Zimt-Alarm“ der EU aufgehoben. Der dänische Bäckereiverband kann damit Entwarnung geben und die Dänen, aber auch alle anderen EU-Bürger, können wieder beruhigt ihr Zimtgebäck genießen. 

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