US-Versorger treiben wegen Mangel Wasser-Preise hoch

Der Südwesten der USA ist von einem akuten Wasser-Mangel bedroht. Dies führt nun zu einem massiven Anstieg der Preise durch die privaten Wasserversorgungsunternehmen für die Haushalte. Aktuell haben zwei Drittel der Versorger keine ausreichenden Einnahmen beim Wasser, um ihre Kosten zu decken. Dies ergab eine Umfrage der Firma Blach&Veatch bei insgeamt 368 Versorgungsunternehmen in den USA.

Seit 2010 sind die Konsumentenpreise für Wasser in den USA um nicht weniger als 33 Prozent angehoben worden. Gleichzeitig leiden auch die Landwirtschaft und der Obst- und Gemüseanbau am Wassermangel und den hohen Preisen. Dies führt wiederum zu einem Preisanstieg bei den Lebensmittelpreisen für die Konsumenten.

Welthandelsabkommen Tisa möchte globalen Einfluss auf Wasser

Aktuell sind viele Gebiete der USA auch von einer schlechten Infrastruktur bei der Wasserversorgung betroffen, sodass es zu hohen Leitungsverlusten beim „kostbaren Nass“ kommt. Auch die notorische Wasserverschwendung trägt einen Teil zur aktuellen Knappheit bei, die USA gehören traditionell zu den größten Pro-Kopf-Wasserverbrauchern der Welt.

Während die USA in ihrem eigenen Staatsgebiet politisch offensichtlich nicht in der Lage sind, die Trinkwasserversorgung entsprechend zu organisieren, schielt man im Rahmen des aktuell verhandelten Trade in Services Agreement (Tisa) nach Europa.

Konkret geht es um die Trink- und Nutzwasserversorgung als Dienstleistung und deren Regelung im Tisa-Abkommen. Dies würde bedeuten, dass die kommunale Versorgung und die Selbstbestimmung der EU-Mitgliedsländer mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden würde. Die Initiative Right2Water ist etwa in jüngster Zeit dagegen in Brüssel mit einer Europäischen Bürgerinitiative dagegen aufgetreten.

Die EU hatte diese Initative jedoch noch vor den EU-Wahlen abgeschmettert und schubladisiert. Doch auch das dort geforderte „Menschenrecht auf Wasser“ halten manche Beobachter nicht für ganz unproblematisch, könnte es doch dazu führen, dass wasserarme Länder künftig in Österreich anklopfen könnten und dieses „Menschenrecht“ für sich einfordern könnten.

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