Paris überlegt weitreichenden Boykott des US-Dollars

Neue Gefahren für die Weltwirtschaftswährung Dollar ziehen am politischen Horizont auf. Der französische Notenbankchef Christian Noyer erklärte den US-Dollar zu einer „risikoreichen Währung“. Grund dafür ist eine Geldstrafe von neun Milliarden Dollar, die die USA gegen die französische Bank BNP Paribas verhängt hat. Dazu kam auch noch eine „Teilsperre“ für die Bank, Transaktionen in der US-Währung abzuwickeln. Das Pariser Geldhaus hatte in der Vergangenheit Geschäfte mit dem Iran, dem Sudan und Kuba abgewickelt und damit aus der Sicht Washingtons US-Sanktionen gebrochen.

Nun reagiert der französische Zentralbanker Noyer mit dem Plan, den US-Dollar als Leitwährung für die eigenen Währungsreserven aufzugeben. Für Noyer ist das Rechtsrisiko bei Transaktionen im Dollar einfach zu hoch, da Washington damit indirekt die internationalen Handelsbeziehungen kontrollieren wolle.

Russland als Zielobjekt der US-Strafsanktion gegen BNP Paribas

In Moskau vermutet man als „Zielobjekt“ hinter den Sanktionen gegen BNP Paribas allerdings ein anderes „Grundgeschäft“. Der russische Staatspräsident Wladimir Putin gibt sich überzeugt, dass ein französischer Deal mit Russland über den Kauf von Mistral-Hubschraubern im Visier der US-Administration steht.

Dies bestärkt das russische Staatsoberhaupt einmal mehr in seinen Plänen, eine „Anti-Dollar-Allianz“ zu schmieden, die ihre Welthandelsbeziehungen aus den Fängen Washingtons dauerhaft herausholt. Das von Moskau und Peking projektierte Währungsprojekt könnte mit Paris schon bald einen neuen Verbündeten haben.

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