Lissaboner Bank verschob Milliarden nach Angola

Einen neuen Banken-Skandal gibt es im maroden EU-Südstaat Portugal. Die schwer angeschlagene Lissaboner Bank Banco Espirito Santo (BES) musste nun offiziell zugeben, dass Kredite in der Gesamthöhe von 5,7 Milliarden Dollar im schwarzafrikanischen Angola versickert sind. Die BES soll über die Jahre hinweg in großem Stil Gelder nach Angola als Kredite geschoben haben, ohne dass man genau nachvollziehen kann, an wen diese Darlehen gegangen sind und welchen Geschäftszwecken sie gedient haben.

Nun ist das Geld offensichtlich unwiederbringlich verschwunden und das BES-Management muss seine Bücher korrigieren. Jetzt möchte man sogar das korrupte marxistische MPLA-Regime unter Präsident José Eduardo dos Santos um eine „Ausfallshaftung“ bitten, um zumindest einen Teil des Geldes zu retten.

Ex-BES-Manager Sobrinho ist Schattenmann in Angola

Als „Schattenmann“ dieses Mega-Finanzskandals wurde nun der Ex-BES-Manager Álvaro Sobrinho ausgemacht. Dieser soll als Repräsentant der Bank in Angola die großzügigen Kreditlinien „gemanagt“ haben und dabei auch mit dem dortigen Regime in engstem Kontakt gestanden haben. Ihm selbst sollen dabei allein 750 Millionen Euro an illegalen Krediten indirekt zugeflossen sein, mit denen er sich unter anderem ein Medienimperium in seinem Heimatland Portugal zusammengekauft haben soll.

Sobrinho benützt nun seine Zeitungen, um den Skandal von sich und seinen Mittätern abzuwehren. Mittlerweile musste der bisherige Vorstandsvorsitzende der BES in Lissabon den Hut nehmen.

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